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Teamwork auf gehobenem Niveau

Ein guter Gesamteindruck im ausverkaufen Cornaredo in Lugano ist das Ziel des letzten Schweizer WM-Tests gegen Japan (19.00 Uhr). Das Warm-up vor dem Jahreshöhepunkt in Russland verläuft plangemäss.
Nicht mehr wegzudenkende Schweizer Teamstützen: Captain Stephan Lichtsteiner (links) und Granit Xhaka (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/ALESSANDRO CRINARI)

Nicht mehr wegzudenkende Schweizer Teamstützen: Captain Stephan Lichtsteiner (links) und Granit Xhaka (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/ALESSANDRO CRINARI)

(sda)

Der Test gegen Japan ist der Abschluss einer knapp zweiwöchigen WM-Vorbereitungstranche, die mit Ausnahme des Fehltritts von Granit Xhaka weitgehend reibungslos verlaufen ist. Vladimir Petkovics Ensemble tastet sich schrittweise an das erforderliche WM-Level heran. Seine Prima-Vista-Einschätzung hat sich erhärtet: "Die Verfassung der Spieler ist gut, die Richtung stimmt."

Drei Tage vor der Flugreise in die russische Wolga-Region Togliatti stehen weitere taktische Feinjustierungen an. Das Grundkonzept ist vorhanden, die Basis stimmt, an der Stabilität zweifelt niemand. In Villarreal demonstrierten die Schweizer beim 1:1 am letzten Sonntag abermals, dass sie selbst von einer Weltklasse-Equipe wie Spanien nur schwer auszumanövrieren sind.

In 16 Begegnungen seit dem EM-Achtelfinal-Ausscheiden gegen Polen vor zwei Jahren liess die SFV-Auswahl im Schnitt nur 0,5 Tore zu. "Wir arbeiten in der Rück- und Vorwärtsbewegung sehr gut zusammen - Konter lassen wir nur wenige zu", weist Manuel Akanji auf die gehobene Schweizer Qualität in der eigenen Zone hin.

Der aufstrebende Dortmunder Innenverteidiger gehörte in den letzten fünf Länderspielen viermal zur Startelf. Seit seinem Wechsel in die Bundesliga sind seine Chancen besser denn je, einen WM-Startplatz zu erlangen. Der Ex-Basler entspricht mit seiner Ruhe am Ball den Vorgaben Petkovics eher als Johan Djourou, das Spiel von hinten auch unter Druck fehlerlos auszulösen.

In der Linie vor dem BVB-Professional dürfte Xhaka nach überstandenen Knieschmerzen wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Akanji und Co. käme ein rasches Comeback zupass. Der Mann mit der höchsten Passrate der Premier League ist im Zentrum der Schweizer unersetzlich. Akanji bringt den Stellenwert des Taktgebers auf den Punkt: "Er ist immer anspielbar und findet immer eine Lösung. Er hilft uns defensiv und offensiv weiter."

Im Vergleich mit den seit drei Partien sieglosen Asiaten dürften sich die Schweizer hohe Ballbesitzanteile erspielen. Gegen Japan, seit 1998 ununterbrochen an der WM-Endrunde vertreten, soll die Offensivabteilung brillieren und Schwung aufbauen. Das Selbstverständnis in der eigenen Platzhälfte soll nun auch im Strafraum des Kontrahenten ersichtlich sein.

Drive entwickelten die Einheimischen zuletzt auch neben dem Terrain. Captain Stephan Lichtsteiner verlegte seinen Kluballtag nach England. Seinem Wechsel zum FC Arsenal könnten in absehbarer Zeit weitere positive Transferschlagzeilen aus dem SFV-Camp folgen. Weitere Akteure stehen vor kursweisenden Unterschriften.

Lichtsteiner im 100er-Club

Und einer begeht ein aussergewöhnliches Jubiläum: Stephan Lichtsteiner erreicht 72 Stunden nach seinem Transfer von Juventus zum FC Arsenal eine nächste Marke - gegen Japan trägt der Captain zum 100. Mal den SFV-Dress. Nur Heinz Hermann (118 Spiele), Alain Geiger (112) und Stéphane Chapuisat (103) haben mehr Einsätze vorzuweisen.

Im letzten Test vor dem WM-Startspiel gegen Brasilien vom übernächsten Sonntag wird Nationalcoach Vladimir Petkovic auch den Ersatzleuten eine Möglichkeit geben, sich zu zeigen. "Alle Spieler, welche am letzten Sonntag in Villarreal nicht auf dem Platz standen, werden zu ihrem Einsatz kommen", sagte Vladimir Petkovic am Tag vor dem Duell gegen Japan in Lugano.

Mit Roman Bürki im Tor

Im Tor dürfte nicht die Nummer 1 Yann Sommer stehen, sondern Roman Bürki. Granit Xhaka kehrt aller Voraussicht nach in die Startformation zurück. In Spanien nicht gespielt haben ausserdem Nico Elvedi, Remo Freuler und Mario Gavranovic. Einzig der dritte Torhüter Yvon Mvogo darf auch im ausverkauften Cornaredo (6800 Zuschauer) nicht auf einen Einsatz hoffen.

Japan ist für Petkovic der ideale Gegner für diesen Test. "Sie spielen einen technisch guten Fussball, bringen aber auch viel Physis mit. Japan hat einen guten Mix." Petkovic erwartet von seiner Auswahl trotzdem "einen dominanten Auftritt und einen mentalen Effort nach zwei harten Vorbereitungswochen im Tessin".

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