Tiger Woods verzichtet auf drei Millionen Dollar

Tiger Woods verzichtet auf eine Antrittsgage von schätzungsweise über drei Millionen Dollar. Der Superstar meldet sich für das Turnier der Europa-PGA-Tour in Saudi-Arabien von Ende Januar ab.

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Tiger Woods verzichtet auf ein stattliches Antrittsgeld

Tiger Woods verzichtet auf ein stattliches Antrittsgeld

KEYSTONE/AP/LEE JIN-MAN
(sda/afp)

Vor einem Jahr hatte sich Woods ebenfalls vom Turnier in der saudischen Projektstadt King Abdullah Economic City zurückgezogen. Den Verzicht stellte er damals in den Zusammenhang mit der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul. Für die neuerliche Absage brachte Woods einen lapidaren Grund vor. «Ich habe einfach keine Lust, dorthin zu gehen. Die Reise ist zu lang», richtete Woods über die sozialen Medien aus. In früheren Jahren hatte Woods indessen oft an einträglichen Turnieren in Vorderasien teilgenommen, so in Dubai und Doha.

Spieler wie Phil Mickelson, die in Saudi-Arabien starten wollen, werden auf Twitter zum Teil harsch kritisiert. «Das Geld eines korrupten Regimes anzunehmen ist deiner nicht würdig», schrieb ein Follower. Mickelson antwortete darauf unaufgeregt: «Ich kann es nicht erwarten, dort zu spielen und ein Land zu sehen, in dem ich noch nie war. Aber ich verstehe alle, die enttäuscht sind.» Woods seinerseits sagte, er sei sich der politischen Dimension des Turniers bewusst. Das Turnier könne aber dazu beitragen, den Golfsport in Saudi-Arabien zu entwickeln.

Seit einigen Jahren versucht das ultrakonservative Königreich, sein Image über den Sport zu verbessern. Das Land organisierte beispielsweise schon den italienischen Supercup im Fussball und ein Rennen der Formel E. Im Januar 2020 führt die Dakar-Rallye erstmals nach Saudi-Arabien.