Tour-Ausschluss nur noch bei zwei positiv getesteten Fahrern

Nach Intervention der Teams lockert der Veranstalter der Tour de France seine strikten Corona-Regeln ein wenig. Positive Fälle im Umfeld können nicht mehr zum Ausschluss ganzer Teams führen.

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Teams atmen auf: Den Mannschaften an der Tour de France droht nicht mehr ganz so schnell der Ausschluss

Teams atmen auf: Den Mannschaften an der Tour de France droht nicht mehr ganz so schnell der Ausschluss

KEYSTONE/AP/Christophe Ena
(sda/dpa)

Nur noch bei zwei positiven Corona-Tests von Fahrern einer Mannschaft in einem Zeitraum von sieben Tagen wird der gesamte Rennstall ausgeschlossen. Damit zählt nicht mehr das direkte Umfeld wie Physiotherapeuten, Busfahrer oder Team-Offizielle dazu. Auch soll bei einem positiven Test eine Gegenprobe genommen werden. Das berichtet die französische Sportzeitung «L'Equipe».

Die bisherige Regelung hatte für grossen Unmut im Fahrerlager gesorgt. So hätte eine Mannschaft ausgeschlossen werden können, ohne dass ein Fahrer positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Auch die Absicherung durch eine Gegenprobe dürfte mit Erleichterung zur Kenntnis genommen werden. Zuletzt hatte der deutsche Rennstall Bora-Hansgrohe einen positiven Test bei einem Fahrer verzeichnet. Zwei Tage später fiel das Testergebnis allerdings negativ aus.

Die PCR-Tests, bei denen eine Rachenprobe auf Virenerbgut getestet wird, gelten bei korrekter Anwendung in der Regel als zuverlässig. Es ist aber nicht gänzlich ausgeschlossen, dass ein Nichtinfizierter ein positives Ergebnis vorweist. Laut Herstellern ist die Spezifität inzwischen sehr hoch, teils ist von bis zu 99,8 Prozent die Rede.