US Soccer soll seine falsche Politik eingestehen

Die amerikanischen Fussball-Weltmeisterinnen fordern ihren Verband auf, seine umstrittene Hymnen-Politik aufzuheben.

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Megan Rapinoe kniet während der US-Hymne 2016

Megan Rapinoe kniet während der US-Hymne 2016

KEYSTONE/AP/John Bazemore
(sda/dpa)

Zugleich solle er seine falsche Politik eingestehen und sich bei schwarzen Spielern und Fans entschuldigen.

«Darüber hinaus glauben wir, dass der Verband seine Pläne darlegen sollte, wie er nun die Botschaft und die Bewegung unterstützen wird, die er vor vier Jahren zum Schweigen bringen wollte», schrieb die Spielergewerkschaft des US-Teams in einer am Montagabend auf Twitter veröffentlichten Erklärung. Die Männer-Gewerkschaft schloss sich der Forderung an.

Nun soll sich US Soccer mit dem Thema befassen. Vorstandsmitglied Steve Malik spricht sich für eine Aufhebung aus. «In dieser Sache auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen, macht für mich sehr viel Sinn», sagte Malik dem «Inquirer».

Megan Rapinoe (34), Captain des amerikanischen Frauen-Nationalteams, war im Jahr 2016 als Unterstützung für den schwarzen Ex-Quarterback der San Francisco 49ers Colin Kaepernick während der Hymne bei zwei Länderspielen niedergekniet. Daraufhin erliess der Verband eine Bestimmung, wonach alle Teams bei der Hymne «respektvoll stehen sollen». Seit dem Erlass des Verbandes singt Rapinoe die Hymne aus Protest nicht mit.

Kaepernick, seitdem arbeitslos, demonstrierte mit der Geste gegen die Polizeigewalt gegen Schwarze und gegen Rassismus. In den USA gilt es als einer der schlimmsten Frevel, sich während der Hymne nicht patriotisch zu verhalten. Unter dem Motto «Black Lives Matter» demonstrieren in den USA und weltweit seit Tagen tausende Menschen nach dem durch Polizeigewalt verursachten Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd.