Verhärtung im Schienbein stoppt Fähndrich

Nadine Fähndrich kann beim Langlauf-Weltcup in Davos über 10 km Skating nicht an ihre starke Vorstellung vom Samstag im Sprint anknüpfen.

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Konnte ihr Potenzial nicht wie gewünscht ausspielen: Nadine Fähndrich beim Weltcup in Davos

Konnte ihr Potenzial nicht wie gewünscht ausspielen: Nadine Fähndrich beim Weltcup in Davos

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
(sda)

Im Gegensatz zu Dario Cologna, dem immer wieder die Wade zu schaffen macht, waren es bei der 24-jährigen Luzernerin beide Schienbeine, die den angestrebten Top-15-Platz unmöglich machten - ebenfalls nicht zum ersten Mal.

Bereits auf der ersten der zwei 5-km-Schlaufen machten die Schienbeine «zu», wie Fähndrich danach erklärte. Es sei eine Verhärtung, die ihr in Distanzrennen im Skating schon ab und zu Probleme bereitet hätten. «So kannst du in den Kurven nie richtig drücken und ich kann da nicht pushen, wo ich eigentlich stark bin. Man torkelt fast etwas auf den Ski», beschrieb sie die unangenehme Erfahrung.

Insgesamt bezeichnete Fähndrich, die nach dem Rücktritt von Nathalie von Siebenthal die einzige Schweizer Distanzläuferin der erweiterten Spitze ist, ihr Heimwochenende als «sicher gut». Die Form stimme, und sie habe sich eigentlich auch am Sonntag in ihrer schwächsten Disziplin gut gefühlt. «Ich hatte keine müden Oberschenkel», stellte sie fest. Bloss spielten diesmal die Schienbeine nicht mit.

Dass am Sonntagvormittag in Davos nicht viel Stimmung aufkam, lag nicht nur an den enttäuschenden Leistungen der Schweizerinnen, sondern auch an der Langeweile an der Spitze. Die Seriensiegerin Therese Johaug gewann mit gut 30 Sekunden Vorsprung auf ihre norwegische Landsfrau Heidi Weng zum 58. Mal im Weltcup.