Verstappen in der Türkei zweimal Trainings-Schnellster

Max Verstappen im Red Bull fährt am ersten, allerdings wenig aussagekräftigen Trainingstag für den Grand Prix der Türkei zweimal die beste Rundenzeit.

Drucken
Teilen
Max Verstappen im Red Bull (im Windschatten von Kimi Räikkönen) kam mit der rutschigen Strecke in Istanbul am besten zurecht

Max Verstappen im Red Bull (im Windschatten von Kimi Räikkönen) kam mit der rutschigen Strecke in Istanbul am besten zurecht

KEYSTONE/AP/Kenan Asyali
(sda)

Der Auftakt ins viertletzte Rennwochenende der Saison glich einer Rutschpartie. Ein neu verlegter Asphalt im Istanbul Park stellte die Fahrer bei der Rückkehr der Formel 1 in die Türkei nach neun Jahren Absenz vor ungewohnt grosse Probleme. «Es scheint, als fahre ich auf Eis», liess Max Verstappen seine Boxencrew wissen. Der Niederländer kam im Red Bull mit den besonderen Verhältnissen jedoch am besten zurecht und war sowohl am Vormittag wie auch am Nachmittag der Schnellste.

WM-Leader Lewis Hamilton büsste in der zweiten anderthalb Stunden dauernden Einheit, die bereits wesentlich bessere Zeiten zuliess, als Vierter mehr als acht Zehntel auf Verstappen ein. Der Brite kann im viertletzten WM-Rennen am Sonntag vorzeitig zum siebten Mal Weltmeister werden und damit die Rekordmarke von Michael Schumacher egalisieren. Einzig sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas kann ihn noch von der Spitze verdrängen. Der Finne fuhr im Training die drittbeste Rundenzeit.

Jubiläum für Sauber Motorsport

Die Fahrer des Teams Alfa Romeo, Antonio Giovinazzi (8. und 13.) und Kimi Räikkönen (zweimal 16.), schlugen sich auf der wenig griffigen Strecke wacker. Der Hinwiler Rennstall hat in der Türkei sein 500. Rennwochenende seit dem Einstieg in die Formel 1 im März 1993 in Angriff genommen. GP-Starts tauchen in der Statistik allerdings erst 496 auf. Das Jubiläum für Sauber Motorsport folgt (voraussichtlich) erst beim Saisonfinale in Abu Dhabi.

George Russell strafversetzt

George Russell wird den Grand Prix der Türkei aus der letzten Position in Angriff nehmen müssen. Der noch punktelose Brite wird wegen neuerlichen Austauschs von Antriebsteilen an seinem Williams strafversetzt.

Im viertletzten Rennen der Saison ist Russell mittlerweile mit der je vierten Einheit des Verbrennungsmotors, des Turboladers und des Generators für Hitzeenergie unterwegs. Laut Reglement stehen den Fahrern in diesem Jahr der Antriebsstrang als Ganzes beziehungsweise dessen Elemente nur in dreifacher Ausführung zur Verfügung.