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Vier Schweizer Helfer als Teil des Erfolg-Puzzles in Frankreich?

Wer an der Tour de France ein Wort um den Gesamtsieg mitreden will, braucht auch ein starkes Team im Rücken. Die vier Schweizer Radprofis können als Helfer viel zum Erfolg ihrer Teams beitragen.
Mathias Frank, Silvan Dillier und Stefan Küng - drei der nur vier Schweizer Radprofis, die an der 105. Tour de France teilnehmen (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Mathias Frank, Silvan Dillier und Stefan Küng - drei der nur vier Schweizer Radprofis, die an der 105. Tour de France teilnehmen (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

(sda)

Wenn am Samstag in Noirmoutier die 105. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt beginnt, stehen mit Stefan Küng, Michael Schär (beide BMC), Silvan Dillier und Mathias Frank (beide AG2R) nur vier Schweizer am Start und damit so wenige wie seit fünf Jahren nicht mehr. Weil ihre Teams aber grosse Ambitionen in der Gesamtwertung hegen, kommen ihnen wichtige Helferrollen zu. Umso mehr, nachdem der Rad-Weltverband UCI auf diese Saison hin (primär aus Sicherheitsgründen) die Grösse der Teams von neun auf acht Fahrer reduziert hat.

Schärs Erinnerungen an 2011

Der Erfahrenste aus dem Schweizer Quartett ist Michael Schär. Der 31-jährige Luzerner bestreitet mit BMC bereits seine achte Tour de France in Folge. «Ich gehe deshalb etwas gelassener an den Start als noch früher», meint Schär. An sein Debüt im Jahr 2011 erinnert er sich gerne zurück, feierte sein australischer Teamkollege Cadel Evans doch den Gesamtsieg. Diesen Triumph traut Schär auch Evans' Landsmann Richie Porte zu, in dessen Dienst er sich in den nächsten Wochen stellen wird.

Da im Gesamtklassement am Anfang wohl keine richtige Selektion erfolgen wird, ist eine hektische erste Woche zu erwarten. Zusammen mit dem Neuseeländer Patrick Bevin und seinem Landsmann Stefan Küng wird Schär deshalb in den flacheren Etappen zu Beginn der Rundfahrt stark gefordert sein. «Die ersten Tage werden wohl Stress pur», sagt er vorausschauend.

Mit seiner Erfahrung ist Schär für das Team besonders dann unverzichtbar, wenn im Etappenfinale die Nervosität im Feld steigt. «Ich fühle mich dann am wohlsten, wenn es hektisch wird und man die Ellbogen ausfahren muss», so der 1,96 Meter grosse Hüne, der auch als exzellenter Roller gilt. Zu seinem Job gehört es, den Leader aus allen Problemen herauszuhalten.

Im Mannschaftszeitfahren am nächsten Montag (3. Etappe) rückt Schärs Teamkollege Stefan Küng in den Fokus. Der 24-jährige Thurgauer soll das amerikanisch-schweizerische Team BMC als «Lokomotive» anführen. Dies gelang ihm zuletzt an der Tour de Suisse ausgezeichnet. Mit dem Gewinn des Mannschaftszeitfahrens zum Auftakt legte BMC dort den Grundstein zum Gesamtsieg von Richie Porte. «Es wäre deshalb optimal, wenn wir auch an der Tour de France wieder vorlegen könnten», meint Küng, der seine zweite Tour de France bestreitet.

Dilliers Premiere

Eine Premiere wird es hingegen für Silvan Dillier, der nach seinem Wechsel von BMC zur französischen Equipe AG2R erstmals ein Aufgebot für die bedeutendste Rundfahrt der Saison erhalten hat. Bei AG2R hat er mit Romain Bardet einen klaren Leader in den Reihen. Der Franzose, in den vergangenen zwei Jahren Gesamtzweiter und -dritter, will auch dieses Jahr ein gewichtiges Wort im Kampf um den Gesamtsieg mitreden.

Dillier bezeichnet sich selbst als «guter Allrounder» und will seinen Captain so gut als möglich unterstützen. «Zusammen mit Oliver Naesen bin ich in den ersten Tagen dafür zuständig, Romain (Bardet) zu schützen, ihn im Finale gut in Position zu bringen, so dass keine Lücken entstehen und er sich keinen Zeitrückstand einhandelt.“

Dass Dillier für höhere Aufgaben befähigt ist, hat er im April beim Klassiker Paris-Roubaix bewiesen, als er im Sprint nur von Weltmeister Peter Sagan geschlagen worden ist. An der Frankreich-Rundfahrt gibt es nun ein Wiedersehen mit den berüchtigten Pavés. In der 9. Etappe wird zumindest ein Teil dieser Sektoren passiert. Dabei soll Dillier seinem Captain den schnellsten Weg durch die Kopfsteinpflaster weisen.

In den Bergen erhält Bardet Unterstützung von Mathias Frank. Der 31-Jährige aus Nottwil war von AG2R ursprünglich nicht für die Tour berücksichtigt worden, rückte nun aber kurzfristig für seinen formschwachen Teamkollegen Alexandre Geniez ins Aufgebot nach. Für Frank wird es die sechste Tour de France, 2015 belegte er den starken 8. Gesamtrang. Mittlerweile dient der frühere Gesamtklassementsfahrer aber auch wieder als Helfer.

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