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Waldgeist verhindert Hattrick von Enable

Geritten von Pierre-Charles Boudot gewinnt der fünfjährige Hengst Waldgeist in Paris den mit fünf Millionen Euro dotierten Prix de l’Arc de Triomphe.
Pierre-Charles Boudot (rechts/Nummer 2) auf Waldgeist auf dem Weg zum Triumph am Prix de l'Arc de Triomphe in Paris-Longchamp (Bild: KEYSTONE/AP/MICHEL EULER)

Pierre-Charles Boudot (rechts/Nummer 2) auf Waldgeist auf dem Weg zum Triumph am Prix de l'Arc de Triomphe in Paris-Longchamp (Bild: KEYSTONE/AP/MICHEL EULER)

(sda)

Knapp zwei Längen dahinter kam die Siegerin der Jahre 2017 und 2018, die hoch favorisierte Stute Enable, als Zweite ins Ziel.

Im Vorfeld des 98. Prix de l’Arc de Triomphe drehte sich alles um die Frage: Wird die englische Titelverteidigerin Enable Geschichte schreiben, indem sie als erstes Pferd das bedeutendste Galopprennen der Welt zum dritten Mal gewinnt?

Mitte der Zielgeraden schien die Frage beantwortet, denn die von Frankie Dettori gerittene 1,50:1-Favoritin, die unterwegs an vierter Stelle galoppiert war, übernahm nun die Führung und setzte sich sogleich auf zwei, drei Längen von Sottsass und Japan ab, die als erste Verfolger nicht in der Lage waren, die Lücke zur Leaderin zu schliessen.

Doch nun lancierte Pierre-Charles Boudot Waldgeist. Nachdem der 26-jährige Franzose zuvor - wie immer, wenn er gegen Enable antrat - mit einer Platzierung gerechnet hatte, witterte er plötzlich seine Chance und wollte mehr. Er zog Waldgeist nach aussen, überholte zuerst die Verfolger und dank einem phänomenalen Endspurt seines Hengstes auf den letzten 50 Metern auch noch Enable.

Im Ziel lag er fast zwei Längen vor der Favoritin, die ihrerseits klar vor Sottsass und Japan einlief.

Deutsche Farben, französischer Trainer

14:1-Aussenseiter Waldgeist, der bislang im Vergleich mit Enable stets den Kürzeren gezogen, trägt die Farben des bayrischen Gestüts Ammerland, wird aber von André Fabre in Frankreich trainiert.

Mit acht Arc-Siegen ist der 75-jährige Fabre der Rekordmann unter den Trainern. In letzter Zeit tat er sich aber schwer, denn sein zweitjüngster Sieg geht auf das Jahr 2006 zurück, als Rail Link triumphierte. Für den ersten Fabre-Sieg hatte 1987 Trempolino gesorgt.

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