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Was Connor McDavid so aussergewöhnlich macht

Der Kanadier Connor McDavid ist die grösste Attraktion der Eishockey-Weltmeisterschaft in Dänemark. Es ist eine Augenweide, dem erst 21-jährigen NHL-Topskorer zuzuschauen.
Connor McDavid ist für die Gegner kaum kontrollierbar (Bild: KEYSTONE/EPA SCANPIX DENMARK/LARS MOELLER)

Connor McDavid ist für die Gegner kaum kontrollierbar (Bild: KEYSTONE/EPA SCANPIX DENMARK/LARS MOELLER)

(sda)

Nach der enttäuschenden Saison mit den Edmonton Oilers, die deutlich die Playoffs verpassten, war es für McDavid keine Frage, die WM zu bestreiten. Er repräsentiert nicht nur gerne sein Land, die Teilnahme hat für ihn auch einen physischen Aspekt. Er will seinen Körper daran gewöhnen, im Mai und noch später im Jahr zu spielen. Schliesslich ist sein grosses Ziel, dereinst mit Edmonton den Stanley Cup zu gewinnen.

Die Mannschaft steht für ihn über allem. Insofern spielt es ihm keine Rolle, dass er in diesem Jahr wegen des Scheiterns der Oilers kein Kandidat für die "Hart Memorial Trophy" ist, die an den wertvollsten Spieler der NHL-Qualifikation vergeben wird. Dabei war er mit 41 Toren und 67 Assists in 82 Partien zum zweiten Mal in Folge Topskorer in der Regular Season der besten Liga der Welt.

Zahlen interessieren ihn aber nicht wirklich. Das sei etwas Grosses für die Medien und die Fans, so McDavid in einem Interview. Für ihn steht im Zentrum, auf die richtige Art zu spielen, also auch die defensive Verantwortung nicht zu vernachlässigen. "Alles was zählt, ist Partien zu gewinnen. Es geht darum, in den Playoffs zu sein", sagte McDavid.

McDavids mannschaftsdienlicher Charakter ist schon auf einem Video zu sehen, auf dem er neun Jahre alt war. Nach einem Solo über das ganze Eisfeld schloss er alleine vor dem gegnerischen Goalie nicht selber ab, sondern spielte den Pass zu seinem Teamkollegen, der den Puck nur noch ins leere Tor einschieben musste. Wohl nicht viele hätten das ebenso gemacht, gerade auch in diesem Alter.

Hohe Arbeitsethik

Werden andere Spieler über McDavid befragt, wird immer wieder dessen Schnelligkeit hervorgehoben. Ausserdem ist er fähig, die Scheibe bei diesem hohen Tempo zu beherrschen und richtige Entscheide zu fällen. McDavids Explosivität kommt nicht von ungefähr. Ihm wurde von seinem Vater schon früh eingeimpft, dass es harte Arbeit und Training braucht, um an die Spitze zu kommen. Das nahm er sich zu Herzen.

Es gibt Bilder von der Garage der Eltern, auf denen die Wand von den zahlreichen Schüssen stark malträtiert ist. Ausserdem baute der Vater auf der Einfahrt komplizierte Hindernisparcours auf, auf denen Connor seine technischen Fertigkeiten verbesserte. Das Ganze ging gar so weit, dass die Nachbarn dachten, dass er von seinen Eltern dazu gedrängt werde, was ihn sehr verärgerte. Denn er hatte einfach nur Spass daran. Für ihn ist Eishockey eine Berufung. Er ist auch nicht besonders gut in anderen Sportarten.

Wie hoch die Arbeitsethik von McDavid ist, unterstreicht eine Anekdote. Als er im Juli 2017 einen Achtjahres-Vertrag über 100 Millionen Dollar unterschrieb, reiste er am Sonntag für eine Pressekonferenz nach Edmonton. Am Montagmorgen nahm er trotz der Zeitverschiebung von zwei Stunden den ersten Flug zurück nach Toronto, um nicht das morgendliche Training zu verpassen. Jemand anderes erzählte, dass er McDavid einmal am Vormittag besuchte, um mit ihm Golf zu spielen. Selbstredend war dieser schon im Fitnessstudio gewesen. Aber nicht nur das: Sie konnten erst zum Golf gehen, nachdem McDavid in seiner speziell eingerichteten Garage 100 Schüsse abgefeuert hatte.

Der jüngste Captain der NHL-Geschichte

McDavid ist nicht nur ein genialer Spieler, er ist auch sehr abergläubisch, beispielsweise trägt er Glücksunterwäsche oder hört er auf dem Weg zur Eishalle stets die gleichen Lieder. Es gibt noch diverse andere Spleens von ihm. Eher besonders ist auch, dass er Angst vor Spinnen hat. Sieht er eine, kann er durchaus schreiend wegrennen.

Schreien will er auch in Dänemark, allerdings vor Freude. Es wäre für ihn der zweite WM-Titel nach 2016. Damals schoss er im Final gegen Finnland (2:0) das entscheidende 1:0 - es war für ihn nach acht Assists der einzige Treffer an diesem Turnier. Diesmal ist er der Captain der Kanadier, wie er das schon seit zwei Saisons bei den Oilers ist. Einen jüngeren Captain hat es in der NHL noch nie gegeben. Doch bei McDavid ist alles aussergewöhnlich.

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