Weltreiterspiele finden nicht mehr statt

In vier Jahren gibt es keine Weltreiterspiele mehr wie zuletzt in Tryon in den USA, als während zwölf Tagen gleich in acht Pferdesportarten WM-Medaillen vergeben wurden.

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Die einzelnen Disziplinen im Reitsport gehen wieder eigene Wege (Bild: KEYSTONE/EPA/ERIK S. LESSER)

Die einzelnen Disziplinen im Reitsport gehen wieder eigene Wege (Bild: KEYSTONE/EPA/ERIK S. LESSER)

(sda)

Viele Exponenten des Pferdesports kritisierten die gebündelten Weltmeisterschaften als überdimensioniert. Allein die Schweiz beispielsweise verfrachtete vergangenen September rund 100 Personen und 26 Pferde nach North Carolina. Das Springreiten hob sich, gemessen an der Bedeutung im Spitzensport, klar von den anderen zwei olympischen Disziplinen Dressur und Concours Complet ab. Für fachkundige «Rösseler» wurde aber in der Endurance, im Reining (Western), im Fahren, im Voltige oder bei der Para-Equestrian Dressage Pferdesport auf höchstem Niveau geboten.

Tryon sprang als Ersatz ein, weil das kanadische Bromont nach dem Zuschlag die finanziellen Mittel nicht auftreiben konnte. Bereits in den USA war absehbar, dass die Weltreiterspiele in dieser Form kaum Bestand haben würden. Die FEI eröffnete zweimal eine Ausschreibung, erhielt aber kein realistisches Angebot. Nun wurde an der Mitgliederversammlung in Bahrains Hauptstadt Manama beschlossen, dass wieder Einzel-Weltmeisterschaften ausgeschrieben werden.

Die Weltreiterspiele kamen seit 1990 insgesamt acht Mal zur Austragung. Anfänglich standen sechs Disziplinen im Programm, danach stiessen das Reining und vor acht Jahren die Para-Equestrian Dressage hinzu.