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Wenn plötzlich alles gegen den Rekordmeister spricht

Trotz eines Rückstands von 9 Punkten vor den letzten 6 Runden nicht abzusteigen, das hat in der Super League kein Verein je geschafft. Sollte GC den Kopf aus der Schlinge ziehen, wäre dies einmalig.
Schon wieder eine grosse Chance vergeben: Marco Djuricin im Spiel gegen Thun (1:1). Rechts der Thuner Goalie Guillaume Faivre (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Schon wieder eine grosse Chance vergeben: Marco Djuricin im Spiel gegen Thun (1:1). Rechts der Thuner Goalie Guillaume Faivre (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda)

Der Abstieg des Rekordmeisters wäre der spektakulärste Abstieg im Schweizer Fussball, spektakulärer noch als der Doppelabstieg des FC Basel und des FC Zürich vor 31 Jahren. Denn GC ist das mit Abstand dienstälteste Mitglied im Oberhaus. Die Zürcher stiegen vor 60 Jahren ab und zwei Jahre später auf. Seither sind sie oben. Noch ist der Fall in die Challenge League nicht besiegelt. Aber welche Hoffnung gibt es noch?

Alles, wirklich alles spricht gegen die Mannschaft von Trainer Uli Forte. Sogar der Spielkalender: Die Hoppers müssen als einzige Mannschaft der Liga in den verbleibenden sechs Runden viermal auswärts spielen. Mit nur acht Punkten aus 14 Spielen (1 Sieg, 5 Unentschieden) sind sie auf fremden Plätzen die mit Abstand schwächste Mannschaft.

Der Strohhalm der Hoppers heisst Neuchâtel Xamax. Neun Punkte beträgt der Rückstand. Jedoch: Die Leistungsvektoren der beiden Mannschaft müssten ab sofort in die Gegenrichtung zielen, damit GC noch eine Chance hätte. Seit Stéphane Henchoz in Neuenburg das Szepter übernommen hat, haben die Xamaxiens aus 11 Spielen 19 Punkte akquiriert. Sie sind in diesem Abschnitt der Saison die drittbeste Mannschaft (nach YB und Basel), die Grasshoppers mit 6 Punkten (0 Siege, 6 Remis) dagegen die schlechteste. Für die mindestens drei Siege, die sie noch bräuchten, müssten Fortes Spieler vermutlich eine Reihe von Toren schiessen. In den letzten elf Runden brachten sie es auf 0,58 Tore pro Spiel. Sie müssten die Produktion bestimmt verdoppeln, wenn sie die Siege einfahren wollen.

Auch die Statistik scheint die Grasshoppers schon jetzt zu verurteilen. In der Geschichte der Super League ist es - ironischerweise - nur Neuchâtel Xamax gelungen, trotz eines beträchtlichen Rückstands vor den letzten sechs Runden nicht abzusteigen. Im Frühling 2006 lagen die Neuenburger sieben Punkte hinter dem damaligen Drittletzten Yverdon. Zuletzt liessen sie die Waadtländer um einen Punkt hinter sich. Xamax machte damals also acht Punkte gut. Die zweite erwähnenswerte Aufholjagd gelang dem FC Vaduz 2016. Die Liechtensteiner lagen nach 30 Runden vier Punkte hinter dem FC Zürich und verwiesen diesen zuletzt um zwei Punkte auf den Abstiegsplatz. Vaduz verbesserte sich also gegenüber dem FCZ um sechs Punkte.

Einen Umsturz schaffte auch Aarau 2007. Die Aargauer lagen allerdings nach 30 Runden nur gerade einen Punkt hinter Schaffhausen - und zuletzt einen Punkt vor Schaffhausen. In allen übrigen Saisons der 2003 eingeführten Super League war der Letzte nach 30 Runden auch der Letzte nach 36 Runden.

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