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Wieder auf Augenhöhe – YB und der FCB schenken sich im Spitzenspiel nichts

In einem packenden Kampfspiel verteidigt der wiedererstarkte FC Basel mit einem 1:1 in Bern gegen Meister YB die Tabellenführung.
Markus Brütsch
YB-Captain Fabian Lustenberger (links) im Duell mit dem Basler Kevin Bua (Bild: Key).

YB-Captain Fabian Lustenberger (links) im Duell mit dem Basler Kevin Bua (Bild: Key).

Endlich! Nach vielen Monaten der Tristesse hat die Super League ein kräftiges Lebenszeichen ausgesendet. Zumindest die zwei besten Mannschaften haben das getan. Vor 31 120 Zuschauern im ausverkauften Stade de Suisse lieferten sich die Young Boys und der FC Basel punkto Intensität einen hervorragenden Fight. Wäre die Partie nach 89 Minuten zu Ende gewesen, hätte man von einem leistungsgerechten 1:1 gesprochen. Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit Vorteile gehabt, die Gastgeber danach.

Weil die Young Boys in den Schlussminuten durch einen Kopfball von Christian Fassnacht und Schüsse der freistehenden Frederik Sörensen und Jean-Pierre Nsame aus kürzester Distanz indes drei hochkarätige Matchbälle vergeben hatten, wäre ein Sieg des Meisters verdient gewesen. «Am Schluss hatten wir Glück», gab FCB-Trainer Marcel Koller zu.

Die Basler und das neu gewonnene Selbstvertrauen

Ein Skandal ist dieses 1:1 aber gleichwohl nicht. Die Basler bestätigten drei Tage nach ihrem imposanten 5:0-Sieg in der Europa League gegen Krasnodar, wie stark sie unter Koller wieder geworden sind. Im Kalenderjahr 2019 haben sie mit 57 Punkten exakt so gut abgeschnitten wie die zuletzt dominanten Berner.

Fast auf den Tag genau nach dem historischen 1:7 an gleicher Stelle präsentierte der FCB von Beginn an sein zurückerobertes Selbstbewusstsein. Und dieses wurde schon nach fünf Minuten weiter gestärkt, als er mit seinem ersten Vorstoss in Führung ging. Nach einer Flanke von Kevin Bua traf Rechtsverteidiger Silvan Widmer mit dem Kopf.

Was eine Erwähnung verdient: 15 der 17 Basler Tore in diesen ersten sieben Runden der neuen Saison gingen neben zwei gegnerischen Eigentoren auf das Konto von Schweizer Spielern; noch kein einziger ausländischer Spieler schoss also für Rot-Blau ein Tor.
Die Basler waren bis zur Pause die stilsicherere Mannschaft gewesen. Ihr Respekt vor dem Gegner hatte sich in Grenzen gehalten, was wohl auch damit zusammenhing, dass nur noch vier Akteure in der Startformation standen, die auch beim Debakel vor einem Jahr begonnen hatten. YB war gereizt und reklamierte zu oft bei Sandro Schärer. Doch der Schiedsrichter zeigte eine starke Leistung und verzichtete darauf, das brisante Spiel an die (zu) kurze Leine zu nehmen.
Aber YB konnte sich steigern. Wäre zu erwarten gewesen, dass nach dem schweren Auswärtsspiel am Donnerstagabend in der Europa League gegen Porto, als es im elften Pflichtspiel die erste Saisonniederlage abgesetzte hatte, das Kräfteverhältnis eher für den FCB sprechen würde, drehten im Gegenteil die Gelb-Schwarzen auf. Vielleicht hatte sie ja sogar die Verletzung von Roger Assalé ein Stück weit zu ihrem Glück gezwungen. Denn der für den Ivorer eingewechselte Kameruner Nsame brauchte nur eine knappe Viertelstunde, um nach Vorarbeit von Saidy Janko das 1:1 zu erzielen. Sein siebtes Tor im siebten Spiel. Wohl dem, der es sich leisten kann, den topfiten Leader der Torschützenliste vorerst auf der Ersatzbank zu belassen.

Nsames Tor reichte YB zwar nicht, um neuer Tabellenführer zu werden. Ja, es findet sich nach dem Sieg von Sion bei Xamax gar nur auf Rang 3, aber immerhin bleibt es als einzige Mannschaft in der Liga ungeschlagen. Dies trotz der vielen Abgänge im Sommer und einer langen Verletztenliste. «Vor der Pause spielten wir zu kompliziert, nicht YB-like», sagte Trainer Gerardo Seoane. «In der zweiten Halbzeit waren wir zielstrebiger, und Nsame half uns mit seiner Wucht.»
Zeit zu verschnaufen gibt es nicht. Der FCB spielt am Mittwoch gegen den FCZ, YB im Berner Derby in Thun.

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