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Wimbledon-Sieger Murray vor Karriereende

Der frühere Weltranglisten-Erste Andy Murray wird die Karriere wegen anhaltender Hüftprobleme möglicherweise nach dem Australian Open in Melbourne beenden, spätestens aber im Sommer in Wimbledon.
Spielt unter Schmerzen: der britische Tennisprofi Andy Murray. (Bild: KEYSTONE/EPA AAP/DARREN ENGLAND)Spielt unter Schmerzen: der britische Tennisprofi Andy Murray. (Bild: KEYSTONE/EPA AAP/DARREN ENGLAND)
Als Captain holte Andy Murray 2015 mit Grossbritannien den Davis Cup (Bild: KEYSTONE/AP/ALASTAIR GRANT)Als Captain holte Andy Murray 2015 mit Grossbritannien den Davis Cup (Bild: KEYSTONE/AP/ALASTAIR GRANT)
Andy Murray gewann zweimal in Wimbledon. 2013 als erster Brite seit Fred Perry im Jahr 1936 (Bild: KEYSTONE/EPA/KERIM OKTEN)Andy Murray gewann zweimal in Wimbledon. 2013 als erster Brite seit Fred Perry im Jahr 1936 (Bild: KEYSTONE/EPA/KERIM OKTEN)
Andy Murray gehört zu den «Big Four». Er stand allerdings lange im Schatten von Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic, ehe er 2016 zur Nummer 1 der Welt avancierte. Im gleichen Jahr gewann er zum zweiten Mal nach 2013 in Wimbledon (Bild: KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN)Andy Murray gehört zu den «Big Four». Er stand allerdings lange im Schatten von Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic, ehe er 2016 zur Nummer 1 der Welt avancierte. Im gleichen Jahr gewann er zum zweiten Mal nach 2013 in Wimbledon (Bild: KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN)
Roger Federer gratuliert Andy Murray zum Olympiasieg im Einzel. 2:6, 1:6 und 4:6 lautete im August 2012 in London das klare Verdikt im Final zu Ungunsten des Schweizers. Wenige Wochen zuvor hatte sich Federer auf dem heiligen Rasen in Wimbledon im Final gegen Murray durchgesetzt (Bild: KEYSTONE/EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)Roger Federer gratuliert Andy Murray zum Olympiasieg im Einzel. 2:6, 1:6 und 4:6 lautete im August 2012 in London das klare Verdikt im Final zu Ungunsten des Schweizers. Wenige Wochen zuvor hatte sich Federer auf dem heiligen Rasen in Wimbledon im Final gegen Murray durchgesetzt (Bild: KEYSTONE/EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
2016 in Rio de Janeiro gewann Andy Murray erneut Olympia-Gold. Seit März 2017 ist der von Verletzungen geplagte Brite jedoch ohne Turniersieg auf der ATP Tour (Bild: KEYSTONE/EPA/MICHAEL REYNOLDS)2016 in Rio de Janeiro gewann Andy Murray erneut Olympia-Gold. Seit März 2017 ist der von Verletzungen geplagte Brite jedoch ohne Turniersieg auf der ATP Tour (Bild: KEYSTONE/EPA/MICHAEL REYNOLDS)
Seinen ersten von drei Grand-Slam-Titeln feierte Murray 2012 am US Open. Im Final bezwang der Schotte Novak Djokovic in fünf Sätzen (Bild: KEYSTONE/AP/MIKE GROLL)Seinen ersten von drei Grand-Slam-Titeln feierte Murray 2012 am US Open. Im Final bezwang der Schotte Novak Djokovic in fünf Sätzen (Bild: KEYSTONE/AP/MIKE GROLL)
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Wimbledon-Sieger Murray vor Karriereende

(sda/dpa)

Dies kündigte der 31-jährige Schotte auf einer emotionalen Pressekonferenz am Freitag in Melbourne an. Am kommenden Montag beginnt in der Hauptstadt des australischen Bundesstaats Victoria das erste Grand-Slam-Turnier der neuen Saison. Dort trifft der ungesetzte Murray in der 1. Runde auf den Spanier Roberto Bautista Agut, der vor einer Woche das ATP-Turnier in Doha gewann. Ins Hauptfeld war Murray durch das «Protected Ranking» für lange verletzte Profis gerückt.

Kurz nach dem Beginn seiner Pressekonferenz musste Murray kurzzeitig den Raum verlassen, ehe er sich mit feuchten Augen wieder den Fragen der Journalisten stellen konnte. Der nur noch auf Platz 230 der Weltrangliste geführte Brite sieht sich auf Dauer nicht mehr in der Lage, auf dem höchsten Niveau zu spielen. «Ich bin nicht sicher, ob ich noch vier oder fünf Monate unter Schmerzen spielen kann. Ich möchte es bis Wimbledon schaffen und dann aufhören, aber ich bin nicht sicher, ob ich das machen werde», sagte er.

Das Ende der «Big Four»

Murray leidet seit Jahren unter Hüftproblemen und liess sich deswegen vor einem Jahr operieren. Wegen der fortwährenden Schmerzen erwägt er nun sogar einen weiteren Eingriff. Zwischen Juli 2017 und Juni 2018 hatte Murray kein Turnier bestritten.

Der Defensivspezialist gewann zweimal in Wimbledon (2013 und 2016) - als erster Brite seit Fred Perry in den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts - und siegte 2012 am US Open in New York, zudem stand er in acht weiteren Grand-Slam-Finals. 2012 und 2016 gewann er Gold im Einzel an den Olympischen Spielen in London (im Final gegen Roger Federer) und in Rio de Janeiro, zudem holte er mit Grossbritannien 2015 den Davis Cup. Als erster Brite überhaupt erklomm er 2016 die Spitze der Weltrangliste.

Murray ist der erste der «Big Four», der zurücktritt. Angeführt von Federer hatte das Quartett mit Rafael Nadal, Novak Djokovic und Murray das Männer-Tennis in den letzten Jahren dominiert. Die vier, die alle einmal an der Spitze des ATP-Rankings standen, gewannen zusammen 50 der letzten 55 Major-Titel.

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