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WM-Revanche in der Lombardei

Knapp zwei Wochen nach der Strassen-WM in Innsbruck steht am Samstag mit der 112. Lombardei-Rundfahrt das letzte grosse Radrennen der Saison an. Gefragt sind Fahrer mit besonderen Fähigkeiten am Berg.
Einer von sechs Anstiegen: An der Lombardei-Rundfahrt müssen die Fahrer insgesamt 4000 Höhenmeter bewältigen (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/CLAUDIO PERI)

Einer von sechs Anstiegen: An der Lombardei-Rundfahrt müssen die Fahrer insgesamt 4000 Höhenmeter bewältigen (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/CLAUDIO PERI)

(sda)

«Il Lombardia» wie der Herbstklassiker seit 2012 offiziell heisst, wird in Bergamo gestartet und endet 241 km später nahe der Schweizer Grenze in Como. Eng mit dieser Region vertraut ist Vincenzo Nibali. Der Italiener wohnt in Lugano und gewann das «Rennen der fallenden Blätter» im letzten Jahr zum zweiten Mal nach 2015.

Nibali war im März dieses Jahres auch der Sieger bei Mailand - Sanremo, dem ersten der fünf Monumente des Radsports. Sieben Monate später hinkt der 33-Jährige aus Sizilien allerdings seiner guten Form aus dem Frühjahr hinterher. Die Ende Juli an der Tour de France erlittene Brustwirbelfraktur hat ihn weit zurückgeworfen. Trotzdem gehört Nibali auch heuer im Norden Italiens wieder zum Kreis der Favoriten.

Weltmeister Valverde in Bestform

Weniger Sorgen um den Formstand muss sich derzeit Alejandro Valverde machen. Der spanische Routinier liess vor knapp zwei Wochen auf dem noch anspruchsvolleren WM-Rundkurs die gesamte Konkurrenz hinter sich. Nun möchte der 38-jährige Captain vom spanischen Team Movistar im Regenbogentrikot des Weltmeisters sein ohnehin reich dekoriertes Palmarès weiter äufnen. Für Valverde wäre ein Sieg in der Lombardei-Rundfahrt eine Premiere: 2013 und 2014 beendete er das Rennen jeweils als Zweiter.

Sechs Anstiege und insgesamt 4000 Höhenmeter sind auf dem Weg nach Como zu bewältigen. Der selektive Kurs gleicht jenem aus dem Vorjahr, mit einer kleinen Änderung im Finale. Wegen Erdrutschgefahr fehlt der Anstieg nach San Fermo della Battaglia als letzte Schwierigkeit. Die Route führt die Fahrer stattdessen über eine 1,7 km lange Rampe zum Monte Olimpino. Oben angekommen geht es noch 3 km bis ins Ziel, die letzten 1000 Meter verlaufen flach.

Neben dem Spanier Valverde werden bei den Buchmachern auch die Franzosen Thibaut Pinot und Romain Bardet hoch gehandelt. Pinot gewann am Mittwoch das traditionsreiche Eintagesrennen Mailand - Turin und damit die Hauptprobe auf die Lombardei-Rundfahrt. Bardet beendete das WM-Rennen hinter Valverde als Zweiter. Das Team Cannondale-Drapac verfügt mit dem Kolumbianer Rigoberto Uran (2016 Dritter) und dem WM-Dritten Michael Woods aus Kanada über gleich zwei heisse Eisen.

Schweizer Trio mit Helferaufgaben

Auf der provisorischen Startliste stehen auch drei Schweizer, die alle vorderhand mit Helferdiensten betraut sind. Mathias Frank und Sébastien Reichenbach bewiesen diese Woche, dass sie in Form sind. Frank, vor einem Jahr in Como als 16. bester Schweizer, wurde am Dienstag bei Tre Valli Varesine Fünfter, Reichenbach klassierte sich tags darauf bei Mailand - Turin ebenfalls im 5. Rang. Gemeinsam mit Schweizer Meister Steve Morabito stellt sich Reichenbach bei Groupama-FDJ in den Dienst von Teamleader Pinot. Frank fährt bei AG2R für seinen Captain Bardet. Je nach Rennverlauf könnte einer der drei Schweizer für eine Überraschung sorgen.

Der bisher letzte von insgesamt fünf Schweizer Siegen in der langen Geschichte der Lombardei-Rundfahrt geht auf das Konto von Oliver Zaugg. Dem Zürcher Oberländer war mit seinem Triumph im Jahr 2011 ein veritabler Coup gelungen.

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