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Xhaka im Halbfinal out mit Arsenal

Atlético Madrid steht zum neunten Mal in einem Europacup-Final und spielt gegen Marseille um den Titel. In der vorletzten Europa-League-Runde stoppen die Spanier dank einem 1:0-Heimsieg Arsenal
Schoss Atlético Madrid in den Europa-League-Final: Diego Costa (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/JUANJO MARTIN)

Schoss Atlético Madrid in den Europa-League-Final: Diego Costa (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/JUANJO MARTIN)

(sda)

Atlético Madrid steht zum neunten Mal in einem Europacup-Final und spielt gegen Marseille um den Titel. In der vorletzten Europa-League-Runde stoppen die Spanier dank einem 1:0-Heimsieg Arsenal

Bei Atlético ist er eine Grösse, der Konkurrenz tut er immer wieder weh: Diego Costa, der unbequeme Stürmer, bahnte sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte dank seiner enormen Kraft den Weg frei zum entscheidenden 1:0. Die minimale Marge genügte dem Team mit der seit Jahren besten Defensive der internationalen Top-Ligen zum Erfolg.

"Mit dem Gewinn der Europa League könnten wir eine sehr schwierige Saison mit vielen Ups und Downs zu einem guten Ende bringen", liess sich Granit Xhaka im Vorfeld von der SDA zitieren. Der Wunschgedanke, die schwächste Saison-Bilanz Arsenals seit 1995 mit einem Triumph in der Europa League erheblich aufzuwerten, verflüchtigte sich im Wanda Metropolitano.

Für Arsène Wenger endete das 250. Europa-Cup-Spiel seiner Laufbahn mit einer Enttäuschung. Sein gesperrter Antipode Diego Simeone hingegen ballte auf seinem Logenplatz die Faust. Seine Energie verlor der "Comandante en Jefe" selbst fernab des Rasens nicht.

So sehr Simeone Mühe hat, sein Temperament zu mässigen, so beeindruckend ist sein sportlicher Output und sein Einfluss während der über sechsjährigen Atléti-Ära. Die Europa League hat er gewonnen, die spanische Meisterschaft, den Cup, zweimal führte der Argentinier die Nummer 2 der Stadt Madrid in den Champions-League-Final - und nun greift er am 16. Mai in Lyon nach der nächsten Silverware.

Frust wird sich im Londoner Star-Ensemble ausbreiten. Die verpasste Chance, im ersten Spiel in Überzahl ein besseres Ergebnis zu erzwingen, hallt nach. Und die deutliche Unterlegenheit im Vergleich zu den Big Five im englischen Markt dürfte nach dem Halbfinal-Out wieder vermehrt zu Thema werden.

Den ersten Rückschlag in Madrid erlitt Arsenal bereits in der 11. Minute. Abwehrchef Laurent Koscielny, der vor einer Woche den späten Ausgleich der Spanier verschuldet hatte, schied wenige Wochen vor der WM mit einer womöglich gravierenden Fussverletzung aus.

Ohne ihren Captain und Patron verschärfte sich die Situation der Londoner zusätzlich; zumal bei den Gastgebern mit Diego Costa ein offensives Schwergewicht zurückgekehrt war, das dem Abwehrverbund der Gunners ohnehin vom ersten Ballkontakt an zusetzte.

Salzburger Frust, Rückmeldung von Marseille

In der 116. Minute verschaffte sich Marseille dank einem gekonnten Volley-Tor von Joker Rolando das Quäntchen Luft, das die Südfranzosen zum Vorstoss ins Endspiel benötigten. Sie unterlagen Salzburg zwar 1:2 nach Verlängerung, aber in der Gesamtrechnung genügte das Ergebnis zur ersten Final-Qualifikation seit 2004.

Derweil der erste Sieger der Champions League (1993) eine Niederlage bejubelte, schäumten die Gastgeber vor Wut. Sie hatten den Kontrahenten teilweise krass dominiert und fühlten sich am bitteren Ende wegen eines zu Unrecht verhängten Corners vor dem entscheidenden Gegentor in der Verlängerung benachteiligt.

Ein wunderbares Solo von Malis 20-jährigem Nationalspieler Amadou Haidara hatte Salzburg zu Beginn der zweiten Hälfte jenen Schub verliehen, der in der temporären 2:0-Führung gipfelte. OM taumelte nach dem Eigentor Sarrs, fiel aber nicht.

Die vor eigener Kulisse seit 39 Spielen ungeschlagene Red-Bull-Werkself leistete insgesamt zwar viel energischer Widerstand als die Leipziger Markenkollegen in der Runde zuvor, zu schaffen war der grösste Effort seit 1994 gleichwohl nicht.

Salzburgs Brust war im Verlaufe dieser europäischen Kampagne immer mehr angeschwollen. Selbst nach dem 0:2 in Marseille liess der österreichische Serienmeister keine Zweifel aufkommen, der Umschwung sei nicht zu schaffen. Ein zweiter Coup wie beim 4:1 im Viertelfinal-Rückspiel gegen Lazio liess sich indes trotz der selbstbewussten Haltung nicht wiederholen.

OM verhielt sich im Finish um eine Spur cleverer. Die Südfranzosen, vor einem Vierteljahrhundert der erste Champions-League-Sieger, verlängerten eine starke Saison um ein weiteres erfreuliches Kapitel und spielen erstmals seit 2004 wieder in einem internationalen Endspiel um eine Trophäe.

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