National League

Zug Leader, Boltshausers Serie, Biel im Aufwind

Kurz vor Weihnachten übernimmt der EV Zug in der National League wieder die Tabellenführung. Die Zuger besiegen Lugano nach einem 0:1-Rückstand mit 5:2.

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Ausgerechnet Gregory Hofmann (li.) brachte seine Zuger gegen seine Ex-Teamkollegen aus Lugano mit einem Traumsolo mit 2:1 erstmals in Führung
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Starker Rückhalt im Lausanner Tor: Luca Boltshauser
Betretene Mienen: Der HC Davos kommt in dieser Saison nicht so recht auf Touren
Siegtorschütze für ein aufstrebendes Biel: Toni Rajala (li.) traf für die Seeländer in der Verlängerung
Debütant unter Druck: Luganos Goalie Davide Fadani kam nach der Auswechslung von Niklas Schlegel zu seinem ersten National-League-Einsatz

Ausgerechnet Gregory Hofmann (li.) brachte seine Zuger gegen seine Ex-Teamkollegen aus Lugano mit einem Traumsolo mit 2:1 erstmals in Führung

KEYSTONE/URS FLUEELER
(sda)

Die Zuger überholten die (spielfreien) ZSC Lions und übernahmen erstmals seit dem 17. November wieder die Tabellenführung. Mit einem Heimsieg am Mittwoch gegen die SCL Tigers, die ihrerseits am Dienstag schon den ZSC testen (in Langnau), können sich die Innerschweizer die Leaderposition über Weihnachten sichern.

In den übrigen zwei Partien kam Lausanne gegen die Rapperswil-Jona Lakers zum Favoritensieg (5:3), derweil sich Biel im Duell zweier Teams der hinteren Tabellenregionen in Davos mit 5:4 nach Verlängerung durchsetzte.

Boltshausers Serie

Der Lausanne Hockey Club verbesserte sich hinter Zug auf Platz 2. Beim 5:3-Heimsieg über die Rapperswil-Jona Lakers präsentierten sich die Waadtländer aber nur phasenweise wie ein Spitzenteam.

Lausanne geriet gegen die Lakers früh in Rückstand, reagierte umgehend, ging danach zweimal in Führung, musste den Gegner aber stets wieder ausgleichen lassen. Erst auf das fünfte Saisontor von Charles Hudon in der 49. Minute zum 4:3 wussten die Lakers keine Antwort mehr. Ein weiteres Goal der Waadtländer wurde im Finish annulliert; fünf Sekunden vor Schluss stellte Denis Malgin mit einem Schuss ins leere Tor zum 5:3 den Sieg endgültig sicher.

Bei Lausanne hütete Luca Boltshauser das Tor, die Nummer 2 hinter Tobias Stephan. Boltshauser startete im Herbst mit einem 0:6 in Biel in die Meisterschaft, feierte seither aber in der National League sechs Siege hintereinander.

Biel im Aufwind

Der EHC Biel findet immer mehr Aufwind. In Davos setzten sich die Seeländer nach einem 1:3-Rückstand mit 5:4 nach Verlängerung durch. Biel gewann vier der letzten sechs Spiele und punktete in fünf der letzten sechs Partien.

Der HC Davos hingegen gewann bloss zwei der letzten sieben Spiele und erst einmal diese Saison zwei Partien hintereinander.

Die Schlüsselszene spielte sich nach 29 Minuten ab. Davos ging durch Samuel Guerra 3:1 in Führung, liess es aber zu, dass Biel lediglich 17 Sekunden später durch Konstantin Komarek auf 2:3 verkürzen konnte. Anderthalb Minuten später stand es nach einem Goal von Toni Rajala 3:3, danach wogte die Partie, die zuvor von den Davosern kontrolliert worden war, hin und her.

Fünf Minuten vor Schluss gelang Luca Cunti für Biel der 4:4-Ausgleich; in der Overtime legte Rajala nach 107 Sekunden für Janis Moser das Siegtor mustergültig auf.

In den letzten sechs Partien musste Biel bloss einen «Nuller» hinnehmen: beim 2:3 in Davos vor elf Tagen, als Assistent Anders Olsson für den kranken Lars Leuenberger (Nierensteine) an der Bande stand.

Telegramme:

Lausanne - Rapperswil-Jona Lakers 5:3 (1:1, 1:1, 3:1)

1 Zuschauer. - SR Salonen/Staudenmann, Altmann/Dreyfus. - Tore: 17. (16:39) Clark (Jelovac, Rowe) 0:1. 18. (17:11) Bozon (Jooris, Barberio) 1:1. 22. Bertschy (Kenins) 2:1. 30. Lehmann (Rowe) 2:2. 41. (40:42) Gibbons (Almond, Barberio/Powerplaytor) 3:2. 45. Jelovac (Rowe) 3:3. 49. Hudon (Gibbons, Malgin) 4:3. 60. (59:55) Malgin (Gibbons) 5:3 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Malgin; Cervenka.

Lausanne: Boltshauser; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Krueger, Oejdemark; Gibbons, Malgin, Hudon; Bertschy, Jäger, Kenins; Conacher, Jooris, Bozon; Almond, Froidevaux, Douay.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Profico, Jelovac; Egli, Randegger; Vukovic, Dufner; Sataric, Maier; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Clark, Wick, Cervenka; Lhotak, Dünner, Moses; Forrer, Ness, Loosli.

Bemerkungen: Lausanne ohne Maillard (verletzt) und Emmerton (überzähliger Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Payr (verletzt). Rapperswil-Jona Lakers von 59:34 bis 59:55 ohne Torhüter.

Davos - Biel 4:5 (2:1, 1:2, 1:1, 0:1) n.V.

1 Zuschauer. - SR Hebeisen/Hungerbühler, Huguet/Wermeille. - Tore: 11. Hügli (Komarek) 0:1. 15. Lindgren (Palushaj) 1:1. 19. Lindgren 2:1. 29. (28:20) Guerra (Stoop) 3:1. 29. (28:37) Komarek (Hügli) 3:2. 31. Rajala (Pouliot, Fey) 3:3. 52. Palushaj 4:3. 55. Cunti (Rathgeb) 4:4. 62. (61:47) Moser (Rajala) 4:5. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Ambühl; Cunti.

Davos: Mayer; Nygren, Jung; Heinen, Paschoud; Stoop, Guerra; Barandun, Meyer; Ambühl, Corvi, Herzog; Palushaj, Lindgren, Hischier; Frehner, Baumgartner, Marc Wieser; Marc Aeschlimann, Egli, Turunen.

Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Moser; Sartori, Fey; Lindbohm, Stampfli; Gustafsson; Fuchs, Pouliot, Rajala; Kessler, Cunti, Künzle; Hofer, Komarek, Hügli; Kohler, Nussbaumer, Tanner.

Bemerkungen: Davos ohne Du Bois, Kienzle, Rubanik und Dino Wieser (alle verletzt), Biel ohne Brunner, Kreis, Lüthi, Ulmer (alle verletzt) und Forster (krank).

Rangliste:

1. Zug 17/37. 2. Lausanne 18/36. 3. ZSC Lions 17/35. 4. Fribourg-Gottéron 18/34. 5. Genève-Servette 15/27. 6. Rapperswil-Jona Lakers 20/23. 7. Lugano 14/22. 8. Biel 16/21. 9. Ambri-Piotta 19/21. 10. Davos 17/20. 11. Bern 16/16. 12. SCL Tigers 17/14.