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Adidas startet mit Gewinnsprung ins neue Jahr

Der neue Adidas-Chef Kasper Rorsted scheint alles richtig zu machen: Nach einem Superjahr 2017 sprintet das Sportartikelunternehmen weiter auf der Gewinnerstrasse. Auch die Fussball-WM in Russland soll helfen.
Scheint alles richtig zu machen: Der neue Adidas-Chef Kasper Rorsted. (Bild: Keystone/AP/MATTHIAS SCHRADER)

Scheint alles richtig zu machen: Der neue Adidas-Chef Kasper Rorsted. (Bild: Keystone/AP/MATTHIAS SCHRADER)

(sda/reu)

Der neue Adidas-Chef Kasper Rorsted scheint alles richtig zu machen: Nach einem Superjahr 2017 sprintet das Sportartikelunternehmen weiter auf der Gewinnerstrasse. Auch die Fussball-WM in Russland soll helfen.

Trotz der belastenden Eurostärke startete Adidas mit einem Gewinnsprung ins neue Jahr. Der operative Gewinn stieg bis Ende März im Vergleich zum Vorjahresergebnis um 17,1 Prozent auf 746 Millionen Euro.

Unter dem Strich blieben dem Dax-Konzern 542 Millionen Euro - 17,4 Prozent mehr als im ersten Quartal 2018. "Die Ergebnisse entsprechen ganz unseren Erwartungen", stellte Adidas-Chef Rorsted am Donnerstag in einer Telekonferenz zufrieden fest.

Rorsted räumte zwar ein, dass dem Weltkonzern der starke Euro zu schaffen machte. Dadurch blieb von dem zehnprozentigen Umsatzanstieg im ersten Quartal bei der Umrechnung in Euro nur noch ein Plus von 1,9 Prozent - nämlich rund 5,55 Milliarden Euro.

Der häufigere Verzicht auf Rabattaktionen und der starke Absatz bei höherwertigen, meist teuren Produkten habe in Verbindung mit Kostensenkungen den starken Währungseffekt weitgehend wettmachen können - und die Ertragssituation zum Jahresbeginn weiter verbessert.

Erfolgreich in China

Gut im Geschäft ist der Konzern mit einem Umsatzwachstum von 27 Prozent in China. Zufrieden zeigte sich Rorsted auch über die starke Nachfrage nach Adidas-Produkten auf dem Heimatmarkt seines US-Konkurrenten Nike; in Nordamerika wuchs der deutsche Sportartikelhersteller um 23 Prozent.

Selbst die schwächelnde US-Tochter Reebok legte in Nordamerika erstmals seit vielen Jahren leicht zu. Weltweit erlitt die Fitnessmarke mit einem dreiprozentigen Umsatzminus aber erneut einen leichten Rückschlag. Wichtiger als Umsatz sei, dass Reebok bis 2020 rentabel werde, sagte Rorsted.

Schwierig bleibt für Aidas weiterhin der russische Markt. Als Reaktion auf die schrumpfende Nachfrage hat der fränkische Sportartikelhersteller allein im ersten Quartal 100 seiner zuletzt 700 Läden geschlossen. Der Beitrag Russlands zum Gesamtumsatz des Konzerns mache inzwischen nur noch 3 Prozent aus. Vor Beginn der von westlichen Staaten verhängten Sanktionen gegen Russland hatte der Anteil des Russlandsumsatzes noch bei 10 Prozent gelegen.

10 Prozent Wachstum erwartet

Angesichts der ansonsten guten Ertragssituation sieht Rorsted keinen Anlass, an seiner im März ausgegebene Prognose für das Gesamtjahr zu rütteln. Er geht weiter davon aus, dass der währungsbereinigte Umsatz im Gesamtjahr um etwa 10 Prozent steigt.

Beim Konzerngewinn (aus fortgeführten Geschäftsbereichen) rechnet er mit einem Plus von 13 bis 17 Prozent. Damit könnte der Sportartikelhersteller im besten Fall einen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro erwirtschaften. Das Unternehmen setzt dabei auch auf die umsatzsteigernden Effekte der Fussball-Weltmeisterschaft in diesem Sommer in Russland.

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