Ägypten, Äthiopien und der Sudan reden über umstrittenen Staudamm

Ägypten, Äthiopien und der Sudan haben die Verhandlungen über den Betrieb eines umstrittenen Staudamms am Blauen Nil wieder aufgenommen. Die Online-Beratungen zwischen den drei Ländern am Montag sind Teil einer neuen Gesprächsrunde, die von der Afrikanischen Union (AU) zur Beilegung des jahrelangen Konflikts um das Wasserkraftwerk vermittelt wurde.

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Streitobjekt: Der Grand Ethiopian Renaissance Dam auf dem Blauen Nil in Äthiopien. Foto: Yirga Mengistu/Adwa Pictures Plc/dpa

Streitobjekt: Der Grand Ethiopian Renaissance Dam auf dem Blauen Nil in Äthiopien. Foto: Yirga Mengistu/Adwa Pictures Plc/dpa

Keystone/Adwa Pictures Plc/Yirga Mengistu
(sda/dpa)

Die drei Länder streiten seit Jahren um den Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) auf dem Blauen Nil in Äthiopien, dessen Befüllung begonnen hat. Addis Abeba will mit dem Wasserkraftwerk den für die ökonomische Entwicklung dringend benötigten Strom erzeugen. Für Ägypten aber - das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt - ist der Staudamm eine existenzielle Bedrohung: Kairo befürchtet, dass der Damm seine Wasserversorgung beeinträchtigen wird, und strebt vor seiner Inbetriebnahme ein rechtsverbindliches Abkommen an, das unter anderem einen angemessenen Wasserzufluss garantiert.