Argentinien ringt mit Gläubigern um Einigung im Schuldenstreit

Kurz vor Fristende ringt die argentinische Regierung mit den privaten Gläubigern weiter um eine Einigung im Schuldenstreit. «Wir brauchen eine nachhaltige Vereinbarung, die die notwendigen Bedingungen schafft, um Argentinien wieder auf die Beine zu bringen.»

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Argentinien verhandelt mitten in der Coronavirus-Krise mit seinen Geldgebern um eine Umschuldung des Landes. (Archivbild Buenos Aires)

Argentinien verhandelt mitten in der Coronavirus-Krise mit seinen Geldgebern um eine Umschuldung des Landes. (Archivbild Buenos Aires)

KEYSTONE/AP/Victor R. Caivano
(sda/dpa)

Dies sagte Finanzminister Martín Guzmán am Dienstag (Ortszeit) in einer Videokonferenz mit Mitgliedern der US-Handelskammer in Argentinien und dem Amerikanisch-Argentinischen Wirtschaftsrat.

Die Schulden der zweitgrössten Volkswirtschaft in Südamerika sind zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr tragfähig. Deshalb fordert Argentinien Zugeständnisse von den Gläubigern. Beispielsweise sollen sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Eine Reihe wichtiger Kreditgeber wies den Plan der argentinischen Regierung zunächst zurück und unterbreitete ein Gegenangebot.

Am Freitag läuft die Frist für eine Lösung des Schuldenstreits eigentlich aus. Sollte keine Einigung gelingen, steuert Argentinien weiter auf eine neue Staatspleite zu. Es wäre der neunte Zahlungsausfall in der Geschichte des Landes.

Allerdings sagte Finanzminister Guzmán nun, dass die Verhandlungen durchaus über den Freitag hinaus fortgeführt werden könnten. «Es besteht eine grosse Chance, dass die Deadline verlängert wird»", sagte er während der Videoschaltung. «Wir sind mitten in den Verhandlungen und beide Seiten arbeiten daran, eine Einigung zu erzielen.»