Australiens Verbraucherschutzbehörde zieht gegen Google vor Gericht

Die australische Verbraucherschutzbehörde hat ein Gerichtsverfahren gegen den Internetkonzern Google wegen Irreführung der Nutzer eingeleitet. Der Suchmaschinenbetreiber habe die Datenerfassung ohne Wissen und Einverständnis der Verbraucher erheblich erweitert.

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Nicht ausreichend informiert: Persönliche Informationen von Google-Konten sollen mit Informationen über Aktivitäten der Nutzer auf Nicht-Google-Webseiten kombiniert worden sein.

Nicht ausreichend informiert: Persönliche Informationen von Google-Konten sollen mit Informationen über Aktivitäten der Nutzer auf Nicht-Google-Webseiten kombiniert worden sein.

KEYSTONE/DPA/LUKAS SCHULZE
(sda/awp/dpa)

Die Daten sollten gezielt für Werbezwecke genutzt werden, hiess es am Montag in einer Erklärung der australischen Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC).

Google habe seine Nutzer 2016 nicht ausreichend informiert, als der Konzern damit begonnen habe, persönliche Informationen von Google-Konten mit Informationen über die Aktivitäten der Nutzer auf Nicht-Google-Webseiten zu kombinieren, lautet der Vorwurf. Die mittels Google-Technologie eingeholten Informationen würden dazu benutzt, die kommerzielle Leistung des Werbegeschäfts zu steigern.

«Wir glauben, dass viele Verbraucher (...) Google möglicherweise die Erlaubnis verweigert hätten, eine so breite Palette ihrer persönlichen Daten zum eigenen finanziellen Vorteil zu kombinieren und zu nutzen», sagte Rod Sims, Vorsitzender des ACCC. Laut der Behörde sind Millionen Australier mit Google-Konto betroffen.

Auf Anfrage äusserte sich Google zunächst nicht zu den Vorwürfen.