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Baloise übernimmt belgischen Versicherer Fidea

Die Baloise Group übernimmt den belgischen Versicherer Fidea NV zu einem Kaufpreis von 480 Millionen Euro. Verkäufer ist die chinesische Anbang Insurance Group.
Daniel Zulauf
Mehr Marktanteil in Belgien: Die Baloise Group kauft der chinesischen Anbang Insurance Group den belgischen Versicherer Fidea für 480 Millionen Euro ab. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Mehr Marktanteil in Belgien: Die Baloise Group kauft der chinesischen Anbang Insurance Group den belgischen Versicherer Fidea für 480 Millionen Euro ab. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Die Baloise baut ihren zweiten Heimmarkt Belgien aus und nutzt die Krise des überschuldeten chinesischen Versicherers Anbang für eine Akquisition. Die Basler kaufen für 480 Millionen Euro den belgischen Allbranchenversicherer Fidea und erhalten damit ein zusätzliches Prämienvolumen von 352 Millionen Franken im Jahr. Rund 70 Prozent dieses Geschäftsvolumens stammt aus den Sach- und Schadensparten, insbesondere aus dem Motorfahrzeuggeschäft.

Die Chinesen hatten Fidea 2015 für 369 Millionen Euro gekauft und somit 30 Prozent weniger bezahlt als Baloise. Allerdings dürfte schon Anbang einen hohen Preis bezahlt haben. Bis zum Kollaps im vergangenen Jahr, in dem Anbang mit einer staatlichen Finanzspritze im Umfang von 10 Milliarden Dollar stabilisiert werden musste, genossen die Chinesen den zweifelhaften Ruf, ihre akquisitorischen Wachstumsziele ohne Rücksicht auf Verluste zu verfolgen.

Nummer vier im belgischen Nichtlebengeschäft

Aber auch die vormalige Fidea-­Eigentümerin, die auf Versicherungsaktiven spezialisierte US-Investmentgesellschaft JC Flowers, hat einen besonderen Ruf als Akteurin, die sehr genau weiss, wie sich Investments am besten versilbern lassen. Offenbar hatte JC Flowers Fidea bis zum Verkauf vor allem auf hohe Gewinne getrimmt. Gemäss früheren Geschäftsberichten erwirtschafteten die Belgier in den Jahren 2014 und 2015 je rund 40 Millionen Euro Gewinn – bei sinkenden Prämieneinnahmen. In den Jahren danach passierte das exakte Gegenteil. 2018 resultierte sogar ein Verlust vor Zinsen und Steuern von 8,6 Millionen Franken. Gleichzeitig stiegen aber die Prämieneinnahmen zwischen 2015 und 2018 um 30 Prozent auf umgerechnet 352 Millionen Franken.

Dieses Wachstum verhilft Baloise nun zu einem grossen Sprung in Belgien. «Mit dem Erwerb und den daraus entstehenden Synergien steigern wir langfristig die Wachstums- und Ertragskraft und gewinnen im belgischen Markt massgeblich an Marktanteilen», sagt der aus Belgien stammende Baloise-Chef Gert De Winter. Der Versicherer stösst im Nichtlebengeschäft mit einem Marktanteil von 8,5 Prozent auf den vierten Platz vor. Das belgische Nichtlebengeschäft repräsentiert nun 37 Prozent am gesamten Geschäftsvolumen der Baloise und erreicht damit die gleiche Bedeutung wie das schweizerische Nichtlebengeschäft. Im belgischen Lebengeschäft kommt Baloise auf einen Marktanteil von 4,5 Prozent. Baloise geht davon aus, dass Fidea einen Gewinnbetrag von 35 Millionen Franken leisten wird.

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