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Coop gibt bei Naturaplan Gas und greift Discounter an

Die Detailhändlerin Coop gibt bei den nachhaltigen Produkten Gas. Mit der Bio-Marke Naturaplan sollen bis 2025 2 Milliarden Franken umgesetzt werden. Darüber hinaus soll das Prix-Garantie-Angebot erweitert werden.

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(awp/sda) Coop gibt bei den nachhaltigen Produkten Gas. Bis 2025 will der Detailhändler mit der Bio-Marke Naturaplan einen Umsatz von 2 Milliarden Franken erreichen.

Dies zeigte der stellvertretende Coop-Chef Philipp Wyss am Donnerstag in seiner Präsentation auf der Bilanzmedienkonferenz in Muttenz.

Im vergangenen Jahr hat Coop den Umsatz von Naturaplan um 17,2 Prozent auf 1,278 Milliarden Franken gesteigert. «Das ist eine Zahl, die wir uns in der Vergangenheit nie hätten vorstellen können», sagte Coop-Chef Joos Sutter.

Damit macht die Marke den Löwenanteil der Bio-Produkte von Coop aus, die einen Umsatz von 1,653 Milliarden Franken erzielten. Das sind 19,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Angriff auf Discounter

Auf der anderen Seite gibt Coop auch bei den Preisen Gas und fährt den Discountern an den Karren. Die Linie «Prix Garantie» werde heuer um 100 Artikel ausgebaut, sagte Wyss. Das reiche vom Backpulver bis zum Rindshackfleisch. Heute umfasst die Linie rund 500 Artikel.

Im vergangenen Jahr habe Coop 40 Millionen Franken in Preisreduktionen gesteckt, sagte Sutter. Das sei in etwa so viel wie im Vorjahr.

«Wir als Genossenschaft schütten alles immer als Preisreduktionen aus.» Coop habe gute Verhandlungen mit den Lieferanten gefahren und habe jetzt mehr Möglichkeiten, die Preise zu reduzieren. «Ich glaube, dass wir dieses Jahr hier Schritte machen müssen», sagte Sutter.

Das Preisbewusstsein der Konsumenten werde einerseits vom Onlinehandel, andererseits von den Discountern getrieben. Denner, Aldi und Lidl machten hierzulande bereits 6,5 Milliarden Franken Umsatz. Coop erziele in seinen Supermärkten 10,4 Milliarden Franken Umsatz. Der Discount sei im Schweizer Markt schon recht stark. «Und damit ist der Preis ein wichtiges Thema», sagte Sutter.