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Deutsche Bahn stellt wegen Streiks landesweit den Fernverkehr ein

Die Deutsche Bahn hat wegen der Warnstreiks landesweit den Fernverkehr eingestellt. Betroffen seien ICE- und IC-Züge, sagte eine Bahnsprecherin. Im süddeutschen Bundesland Bayern fahren vorerst gar keine Züge mehr.
Der ICE-Zug als Wartesaal: Reisende in einer stillstehenden Komposition in Berlin, die ihnen die Bahn zum Warten zugewiesen hatte. (Bild: KEYSTONE/EPA/ALEXANDER BECHER)

Der ICE-Zug als Wartesaal: Reisende in einer stillstehenden Komposition in Berlin, die ihnen die Bahn zum Warten zugewiesen hatte. (Bild: KEYSTONE/EPA/ALEXANDER BECHER)

(sda/dpa/afp/reu)

Der für 5.00 bis 9.00 Uhr angekündigte landesweite Warnstreik lief bereits rund eine Stunde früher an. Die Bahn empfahl ihren Kunden, nach Möglichkeit Reisen auf Dienstag zu verlegen.

Die Eisenbahn- und Transportgewerkschaft (EVG) hatte angekündigt, mit einem Streik S-Bahnen wie auch Regional- und Fernzüge lahmlegen zu wollen. Die Auswirkungen würden sich voraussichtlich über den Tag hinziehen.

Regionen unterschiedlich betroffen

Besonders betroffen war davon zunächst Bayern: In dem Bundesland wurde der Zugverkehr nahezu vollständig eingestellt. Auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn fuhren aber noch einige wenige Züge, wie ein DB-Sprecher sagte.

Weitere regionale Schwerpunkte des Streiks waren laut Bahn der Grossraum Mannheim und die Strecke Karlsruhe-Pforzheim in Baden-Württemberg, der Grossraum Essen/Dortmund in Nordrhein-Westfalen, die Strecke Schwerin-Rostock in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Norddeutschland die Strecke Hamburg-Harburg-Cuxhaven.

Die Frankfurter S-Bahn stellte den Betrieb ein. Bei der Berliner S-Bahn erwartete die Bahn einen «flächendeckenden Ausfall».

Erst am frühen Nachmittag sei eine Rückkehr zum normalen Fahrplan zu erwarten, sagte ein EVG-Sprecher. «Wenn der Fahrplan erst einmal durcheinander ist, dauert das eine Weile, bis alles wieder läuft.» Er kündigte weitere Warnstreiks für die kommenden Tage an, sollte die Bahn kein verbessertes Angebot vorlegen.

Auch Verbindungen in die Schweiz betroffen

Die SBB rechnen damit, dass auch die Verbindungen mit der Schweiz betroffen sind. Im Onlinefahrplan weisen sie bei den betroffenen Zügen darauf hin, dass aufgrund des Streiks mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen ist.

Der Grund des Warnstreiks: Die Gewerkschaft will damit im Tarifkonflikt mit der Bahn ihre Forderungen durchsetzen. Am Samstag hatte die EVG die Lohnverhandlungen für rund 160'000 Beschäftigte abgebrochen. Bei der Lohnerhöhung war der Konzern der Gewerkschaft aus deren Sicht nicht weit genug entgegengekommen. Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Geld. Die Deutsche Bahn hat nach eigenen Angaben ein «7-Prozent-Paket» vorgelegt.

Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Tickets bis Dienstag gültig bleiben, wie die Bahn mitteilte. Für bestimmte Spartickets werde zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Streiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant.

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