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Deutsche Industrie mit unerwartet grossem Auftragsschwund

Die deutsche Industrie hat zu Beginn des zweiten Halbjahres wegen der sinkenden Nachfrage aus Übersee einen unerwartet starken Auftragsrückgang erlitten. Das Neugeschäft schrumpfte im Juli um 2,7 Prozent zum Vormonat.
Handelskonflikte, Brexit, schwächelnde Autobranche: Die deutsche Industrie leidet unter Auftragsschwund. (Bild: KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL)

Handelskonflikte, Brexit, schwächelnde Autobranche: Die deutsche Industrie leidet unter Auftragsschwund. (Bild: KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL)

(sda/awp/reu)

Dies teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang um 1,5 Prozent gerechnet. Im Juni hatte es zwar einen Anstieg um 2,7 Prozent gegeben, allerdings nur aufgrund ungewöhnlich vieler Grossaufträge. Diese fielen diesmal unterdurchschnittlich aus.

Während die Bestellungen aus dem Inland um 0,5 Prozent abnahmen, stiegen die aus der Eurozone um 0,3 Prozent. Dagegen sank die Nachfrage aus dem Rest der Welt - mitsamt den weltgrössten Volkswirtschaften USA und China - um 6,7 Prozent.

«Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe starteten insgesamt schwach ins dritte Quartal», erklärte das Bundeswirtschaftsministerium dazu. «Angesichts der weiter schwelenden internationalen Handelskonflikte und der zurückhaltenden Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe zeichnet sich für die kommenden Monate noch keine grundlegende Besserung der Industriekonjunktur ab.»

Die deutsche Industrie steckt derzeit in der Rezession und zieht die gesamte Wirtschaft mit nach unten. Ihr machen vor allem die globalen Handelskonflikte, der nahende EU-Abschied Grossbritanniens und die schwächelnde Autoindustrie zu schaffen.

Auch die Schweiz kann sich diesen Entwicklungen nicht entziehen. Für das zweite Quartal hatte der Verband der Schweizer Metall-, Elektro- und Maschinenbauunternehmen (Swissmem) vergangene Woche einen starken Einbruch des Auftragsvolumens vermeldet. Der Bestellungseingang stürzte um beinahe 20 Prozent ab - nach einem Auftragsminus von 5,1 Prozent im ersten Quartal.

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