Erdölpreis bricht um 25 Prozent ein - Sorge vor Preiskrieg

Der Preis für Erdöl ist am Sonntagabend um rund ein Viertel eingebrochen. Hintergrund ist die Sorge vor einem Preiskrieg unter den Erdöl-Förderländern nach dem Scheitern der Gespräche zwischen der Opec und Russland über eine gemeinsame Förderbremse.

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Der Preis für Erdöl ist am Sonntag dramatisch zurückgegangen.

Der Preis für Erdöl ist am Sonntag dramatisch zurückgegangen.

KEYSTONE/EPA/PAUL BUCK
(sda/reu)

Saudi Arabien will einem Insider zufolge nun seine Erdölproduktion zu erhöhen. Zudem hatte der staatliche saudiarabische Erdöl-Konzern Saudi Aramco erklärt, den offiziellen Verkaufspreis (OSP) für alle Erdöl-Sorten und alle Abnehmer zu senken. So sollen sich Lieferungen nach Nordwest-Europa um acht Dollar je Barrel verbilligen.

Kurz nach Beginn des Handels am Sonntagabend kostete Erdöl der Sorte Brent aus der Nordsee 33,59 Dollar pro Fass (je 159 Liter). Das sind 25,8 Prozent weniger als am Freitagabend. US-Leichtöl verbilligte sich um 23 Prozent auf 32,06 Cent je Fass. Zeitweise war der Brent-Preis sogar bis auf 31,02 Dollar je Fass abgesackt und bei US-Leichtöl auf 30 Dollar pro Fass.

Schon in den vergangenen Wochen hatte der Erdölpreis unter Druck gestanden. Ursache war die Sorge vor einem Abschwung der Weltwirtschaft im Zuge der Coronavirus-Ausbreitung.