Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Facebook teilte Nutzerdaten mit chinesischen Firmen

Facebook gewährt mehreren chinesischen Technologiekonzernen Zugang zu einem Teil seiner Nutzerdaten. Der US-Internet-Konzern, der das weltgrösste soziale Netzwerk betreibt, bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der "New York Times".
Facebook gewährte weltweit rund 60 Firmen Zugang zu Nutzerdaten, darunter den chinesischen Handyherstellern Huawai, OPPO und TCL sowie dem Computer-Hersteller Lenovo. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK SCHIEFELBEIN)

Facebook gewährte weltweit rund 60 Firmen Zugang zu Nutzerdaten, darunter den chinesischen Handyherstellern Huawai, OPPO und TCL sowie dem Computer-Hersteller Lenovo. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK SCHIEFELBEIN)

(sda/reu)

Unter weltweit rund 60 Firmen, die auf vertraglicher Basis Zugang zu bestimmten Facebook-Nutzerdaten hätten, seien die chinesischen Handyhersteller Huawei, OPPO und TCL sowie der Computer-Hersteller Lenovo.

Besonders beim weltweit drittgrössten Handybauer Huawei haben US-Behörden massive Sicherheitsbedenken. Der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses habe erstmals 2012 seine Besorgnis über Huawei geäussert, erklärte der stellvertretende Ausschussvorsitzende, Senator Mark Warner. US-Geheimdienste befürchten, dass über chinesische Tech-Firmen Spionage und Cyber-Angriffe möglich sein könnten.

Mehrere "Datenpartnerschaften" beendet

Facebook erklärte, mehr als die Hälfte der umstrittenen Datenpartnerschaften seien bereits beendet, die mit Huawei werde noch diese Woche folgen. Die Kooperationen hätten den Zweck gehabt, Facebook-Nutzern auf mobilen Endgeräten ihre Konto-Einstellungen zugänglich zu machen.

Die "New York Times" hatte berichtet, auch Daten von Freunden der Facebook-Nutzer könnten ohne deren ausdrückliche Zustimmung zugänglich gemacht worden sei. Facebook bestritt das am Dienstag.

Zuckerberg räumte Fehler ein

Das US-Unternehmen und sein Gründer Mark Zuckerberg stehen bereits im Zentrum eines spektakulären Datenskandals: Die Analysefirma Cambridge Analytica soll die Informationen von 87 Millionen Facebook-Mitgliedern missbraucht haben, um US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf zu unterstützen. Von der unrechtmässigen Nutzung waren auch bis zu 2,7 Millionen Anwender in der Europäischen Union betroffen. Insgesamt nutzen in Europa 377 Millionen Menschen monatlich das Netzwerk, also mehr als jeder zweite Einwohner.

Nach zwei Anhörungen im US-Kongress hat sich Zuckerberg auch im Europäischen Parlament schuldbewusst gezeigt: Facebook habe nicht genug getan - bei Falschnachrichten, der ausländischen Einmischung in Wahlen oder dem Missbrauch von Nutzerinformationen durch Entwickler. "Das war ein Fehler und es tut mir leid", sagte er.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.