Frachter mit Nachschub und Gedenkaktion zur ISS gestartet

Russland bringt mit einem neuen Versorgungsflug dringend benötigten Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS. Die unbemannte Progress MS-14 mit drei Tonnen Fracht hob um 3.51 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof in Baikonur in Kasachstan ab.

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Ein russischer Raumfrachter hat sich in der Nacht zum Samstag auf den Weg zur Raumstation ISS gemacht.

Ein russischer Raumfrachter hat sich in der Nacht zum Samstag auf den Weg zur Raumstation ISS gemacht.

KEYSTONE/EPA/Space Center Yuzhny/ROSCOSMOS / HANDOUT HANDOUT
(sda/dpa)

Dies berichteten russische Agenturen in der Nacht auf Samstag. Das Andocken ist nach rund dreieinhalb Stunden Reisezeit gegen sieben Uhr geplant. Zuvor wurde die ISS für ein leichteres Andocken um 1500 Meter näher an die Erde herangeholt.

An Bord der «Progress» sind nach Angaben der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos rund drei Tonnen Nahrungsmitteln, Wasser, Treibstoff und Material für Experimente. Zudem wird der Frachter auch eine spezielle Gedenkaktion zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitlerdeutschland mitbringen.

Russen konnten Bilder und Namen ihrer im Krieg gestorbenen Verwandten an Roskosmos schicken. Die Daten sollten dann per Raumfrachter ins All gebracht werden. Auf der Erde wurde die traditionelle Siegesparade am 9. Mai wegen der Coronavirus-Pandemie hingegen auf unbestimmte Zeit verschoben.

An Bord der ISS rund 400 Kilometer über der Erde befinden sich zurzeit drei Raumfahrer: Die beiden Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der US-Amerikaner Christopher Cassidy. Der Raumfrachter soll rund sieben Monate im All bleiben und erst im Dezember zur Erde zurückkehren.