Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Frankreich will 35 Milliarden Euro Schulden der Bahn übernehmen

Die französische Regierung geht im seit Monaten andauernden Streit um die Bahnreform einen Schritt auf die Gewerkschaften zu. Ministerpräsident Edouard Philippe hat angeboten, 35 der insgesamt 47 Milliarden Euro Schulden der Staatsbahn SNCF zu übernehmen.
In die Gespräche rund um die Bahnreform der französischen Regierung kommt Bewegung. Regierungschef Edouard Philippe bot den streikenden Gewerkschaften die Übernahme eines Teils der Milliardenschulden der SNCF an. (Bild: KEYSTONE/EPA/GUILLAUME HORCAJUELO)

In die Gespräche rund um die Bahnreform der französischen Regierung kommt Bewegung. Regierungschef Edouard Philippe bot den streikenden Gewerkschaften die Übernahme eines Teils der Milliardenschulden der SNCF an. (Bild: KEYSTONE/EPA/GUILLAUME HORCAJUELO)

(sda/reu)

Der Regierungschef habe ausserdem zusätzliche Investitionen in Höhe von 200 Millionen Euro pro Jahr angekündigt, teilten die Gewerkschaften nach einem Treffen am Freitag mit.

Das Angebot sei ein Fortschritt in den Verhandlungen mit der Regierung, um die seit zwei Monaten andauernden Bahnstreiks beizulegen, hiess es von der Eisenbahner-Gewerkschaft Unsa. Sie halte noch an den Streiks fest, werde aber "sehr bald" entscheiden, ob sie ihre Position ändere.

Den Arbeitnehmervertretungen zufolge sollen die Schulden in zwei Schritten übertragen werden, 25 Milliarden im Jahr 2020 und weitere 10 Milliarden im Jahr 2022. Die Schuldenübernahme kommt den Forderungen moderater Gewerkschaften wie Unsa und CFDT ein Stück weit entgegen.

Die hartnäckigere CGT kündigte allerdings an, sie wolle den "Kampf" weiterführen. Die Gewerkschaften streiken seit Anfang März gegen die umstrittene Bahnreform von Präsident Emmanuel Macron.

Macron will die Bahn sanieren, dafür sollen auch traditionelle Privilegien wie lebenslange Arbeitsverträge und Frührente für Neuangestellte abgeschafft werden. Die Reform wurde im April von der französischen Nationalversammlung verabschiedet, muss aber noch das Oberhaus, den Senat, passieren.

Für den seit einem Jahr amtierenden Präsidenten wird die Konfrontation mit den Gewerkschaften als ein Test seiner Fähigkeiten gesehen, ein grösseres Paket an Wirtschaftsreformen durchsetzen zu können.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.