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Gewinnwarnung von BMW erschreckt die Börse

Das gab es seit einem Jahrzehnt nicht mehr: eine Gewinnwarnung von BMW. Der Autobauer schien gut auf Kurs zu sein. Aber eine ganze Reihe von Gründen hat ihm jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Eine Gewinnwarnung von BMW erschreckt die Anleger: Die Aktie stürzt an der Börse ab. (Bild: KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA)

Eine Gewinnwarnung von BMW erschreckt die Anleger: Die Aktie stürzt an der Börse ab. (Bild: KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA)

(sda/awp/dpa)

Im August hatte BMW-Chef Harald Krüger sein Unternehmen noch gut auf Kurs für ein weiteres Rekordjahr gesehen - am Dienstag musste er die Ziele nun deutlich nach unten schrauben. BMW werde Umsatz und Gewinn des vergangenen Jahres wohl nicht mehr erreichen, teilte der Autokonzern mit.

Als Hauptgründe wurden neue Zölle, die Rabattschlacht in Europa im Zuge der Umstellung auf den neuen Abgas- und Verbrauchsmessstandard WLTP sowie unerwartet viele Rückrufe angeführt.

Aktie eingebrochen

Eine Gewinnwarnung hatte es bei BMW zuletzt vor zehn Jahren gegeben. Die Anleger reagierten erschrocken, die Aktie brach am Dienstagnachmittag zwischenzeitlich um über fünf Prozent ein.

Statt eines Umsatzanstiegs erwartet BMW jetzt einen leichten Umsatzrückgang. Im Autogeschäft dürfte der Anteil des Gewinns am Umsatz nur noch «mindestens 7 Prozent» erreichen - anstelle der bisher als strikter Rahmen geltenden 8 bis 10 Prozent.

Und der Gewinn vor Steuern dürfte um 5 bis 10 Prozent unter den 10,7 Milliarden Euro des vergangenen Jahres bleiben.

Auch Daimler mit Gewinnwarnung

BMW ist mit seiner Gewinnwarnung nicht allein im Markt: Daimler hatte bereits im Juni einen Gewinnrückgang angekündigt. Mit ähnlichen Gründen wie der Stuttgarter Konkurrent erklärte dies jetzt auch BMW.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen in diesem Jahr von 6,1 Milliarden auf 7 Milliarden Euro. Der starke Euro schmälert das Ergebnis um etwa 750 Millionen Euro, weil für in Dollar oder anderen Währungen verkaufte Autos weniger Geld in die Kasse kommt.

Die höheren Zölle für SUVs, die BMW aus dem Werk Spartanburg in den USA nach China exportiert, kosten den Autobauer 300 Millionen Euro. Der Verkauf in Europa leidet darunter, dass sich BMW nicht an der Rabattschlacht im Zuge der WLTP-Umstellung beteiligt.

Und viele Rückrufe - von Südkorea über Grossbritannien bis in die USA - schlagen ins Kontor. Diese Umstände würden sich sowohl im dritten als auch im vierten Quartal deutlich auf das Konzernergebnis vor Steuern und auf die Gewinnspanne im Segment Automobile auswirken, teilte BMW mit.

Kosten für die nun von der deutschen Regierung ins Auge gefassten Dieselumrüstungen oder Umtauschprämien seien noch nicht berücksichtigt - ebenso wenig wie positive Effekte des Zusammenschlusses der Carsharing-Dienste DriveNow und Car2Go.

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