Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Griechische Justiz soll Novartis-Korruptionsvorwürfe untersuchen

Nach Vorwürfen einer mutmasslichen Begünstigung des Basler Pharmakonzerns Novartis soll die griechische Justiz nun Korruptionsvorwürfe gegen zehn ehemals hochrangige Politiker des Landes untersuchen. Dafür votierte das Parlament in Athen in der Nacht zum Samstag.
Ein Mann überquert vor der Novartis-Niederlassung in Athen eine Strasse. Dem Basler Pharmakonzern wird vorgeworfen, in Griechenland Ärzte und Politiker bestochen zu haben. (Bild: Keystone/AP/PETROS GIANNAKOURIS)

Ein Mann überquert vor der Novartis-Niederlassung in Athen eine Strasse. Dem Basler Pharmakonzern wird vorgeworfen, in Griechenland Ärzte und Politiker bestochen zu haben. (Bild: Keystone/AP/PETROS GIANNAKOURIS)

(sda/dpa)

Das Votum sei erst nach einer mehrstündigen und zum Teil stürmisch verlaufenen Debatte zustande gekommen, berichtete das Staatsfernsehen (ERT).

Unter dem Schutz der Justiz stehende Zeugen werfen dem Pharmariesen vor, Ärzte und Politiker bestochen zu haben, um die Preise für seine Medikamente in die Höhe zu treiben und durch die zügige Genehmigung eigener Produkte den Markt zu beherrschen.

Novartis betonte am Samstag, man arbeite zur Aufklärung eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Zudem gebe es eine eigene, interne Untersuchung.

Sollten sich Verstösse bestätigen, werde man schnell und entschlossen handeln. Zugleich beklagte das Unternehmen eine politisch aufgeheizte Debatte mit vielen unbewiesenen Behauptungen.

Unter den angeblich Bestochenen sind die ehemaligen Regierungschefs Antonis Samaras und Panagiotis Pikramenos, Zentralbankchef Ioannis Stournaras, EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos und sechs andere ehemalige Minister und Vizeminister sowie Tausende Ärzte. Alle weisen die Vorwürfe zurück.

Sie sprechen von Verleumdung und werfen der Regierung unter dem linken Premierminister Alexis Tsipras vor, von der schweren Finanzkrise im Land ablenken zu wollen. Das juristische Tauziehen rund um den Fall könnte Beobachtern zufolge Monate wenn nicht Jahre dauern.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.