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Hongkongs Wirtschaft bricht ein - «Flirt mit der Rezession»

Die seit drei Monaten anhaltenden Proteste setzen der Wirtschaft in Hongkong immer mehr zu. Ihre Geschäfte liefen im August so schlecht wie seit der weltweiten Finanzkrise 2009 nicht mehr.
Die seit Monaten anhaltenden Proteste gegen die Regierung setzen der Wirtschaft in Hongkong immer mehr zu: Die Geschäfte liefen im August so schlecht wie seit der weltweiten Finanzkrise 2009 nicht mehr. (Bild: KEYSTONE/AP/VINCENT YU)

Die seit Monaten anhaltenden Proteste gegen die Regierung setzen der Wirtschaft in Hongkong immer mehr zu: Die Geschäfte liefen im August so schlecht wie seit der weltweiten Finanzkrise 2009 nicht mehr. (Bild: KEYSTONE/AP/VINCENT YU)

(sda/awp/reu)

Dies ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Unternehmensumfrage des Instituts IHS Markit. Das Barometer fiel um 3,0 auf 40,8 Punkte. Erst ab 50 signalisiert es ein Wachstum.

«Hongkongs Wirtschaft flirtet mit der Rezession», sagte Markit-Ökonom Bernard Aw. «Die Geschäftstätigkeit wird zunehmend durch die Proteste gelähmt.»

Die Chancen auf eine rasche Trendwende stehen schlecht, fielen die Neuaufträge doch so stark wie seit Februar 2009 nicht mehr. Dabei brachen die Bestellungen aus China in Rekordtempo ein. Dabei dürfte der Handelskonflikt zwischen der Volksrepublik und den USA beigetragen haben, der den Exportweltmeister belastet.

Hongkongs Wirtschaft schrumpfte bereits im zweiten Quartal um 0,4 Prozent - auch weil Touristen der beliebten Shopping-Metropole in Asien fernblieben und so den Einzelhandelsumsatz dämpften. Kommt es im laufenden dritten Quartal erneut zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes, würde Hongkong erstmals seit einem Jahrzehnt in die Rezession rutschen.

In Hongkong sind seit Mitte Juni immer wieder Hunderttausende Menschen auf die Strassen gegangen, um gegen die heimische Regierung und einen wachsenden Einfluss Chinas auf die ehemalige britische Kronkolonie zu protestieren. Stein des Anstosses waren Pläne für ein Gesetz zur Auslieferung beschuldigter Hongkonger an China. Regierungschefin Carrie Lam wollte Regierungskreisen zufolge noch am Mittwoch den Gesetzentwurf kassieren.

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