Japans Wirtschaft in geringerer Rezession als gedacht

Japan ist im Zuge der Coronavirus-Krise in eine Rezession gerutscht - allerdings nicht so tief wie zunächst berechnet worden war. Japans Bruttoinlandprodukt (BIP) sank im ersten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 2,2 Prozent.

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Japans Volkswirtschaft ist weniger drastisch in eine Rezession gerutscht, als die vorläufigen Daten signalisiert hatten. (Symbolbild Tokio)

Japans Volkswirtschaft ist weniger drastisch in eine Rezession gerutscht, als die vorläufigen Daten signalisiert hatten. (Symbolbild Tokio)

KEYSTONE/EPA/KIMIMASA MAYAMA
(sda/dpa/reu)

Dies gab die Regierung Japans am Montag auf Basis revidierter Daten bekannt. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker in Tokio einen BIP-Rückgang um real 3,4 Prozent ermittelt.

Die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt war schon im Schlussquartal 2019 wegen einer Erhöhung der Mehrwertsteuer geschrumpft. Auf das Jahr hochgerechnet hatte der Rückgang 7,1 Prozent betragen. Sinkt die Wirtschaftsleistung eines Landes zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer Rezession.

Analysten gehen davon aus, dass die japanische Wirtschaft im zweiten Quartal einen jährlichen Rückgang von mehr als 20 Prozent erleiden wird. Ministerpräsident Shinzo Abe hatte zur Eindämmung des Coronavirus den Ausnahmezustand ausgerufen, Unternehmen und Produktion standen vorübergehend still. Trotz der Aufhebung des Notstands Ende Mai dürfte sich nach Einschätzung von Ökonomen die Wirtschaft in den kommenden Monaten aufgrund der weltweiten und weitreichenden Auswirkungen der Pandemie nur langsam erholen.