Käuferin der Charles-Vögele-Läden in Deutschland ist pleite

In Deutschland ist eine weitere Modekette pleite. Vidrea Deutschland, die Muttergesellschaft der Miller&Monroe-Läden, hat Insolvenz angemeldet. Vidrea hatte erst vor einem Jahr die rund 200 Läden von Charles Vögele in Deutschland übernommen und umbenannt.

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Die Filialen des Bekleidungskonzerns Charles Voegele brachten keinem seiner Besitzer Glück. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Die Filialen des Bekleidungskonzerns Charles Voegele brachten keinem seiner Besitzer Glück. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda/awp/afp)

Eine Sprecherin des gerichtlich bestellten vorläufigen Insolvenzverwalters Jochen Sedlitz bestätigte am Dienstag die Insolvenz von Vidrea.

Wie das Magazin «Wirtschaftswoche» berichtete, wurden die 1500 Mitarbeiter der Kette am Montag per E-Mail über die Insolvenz informiert. Darin heisst es demnach, die Geschäftsleitung und der vorläufige Insolvenzverwalter würden bereits an einem Sanierungskonzept arbeiten, das «darauf gerichtet sein wird, möglichst alle Arbeitsplätze zu erhalten.» Die Löhne seien durch das Insolvenzgeld bis Juni gesichert.

Viele Modeketten leiden unter dem unter anderem durch das Onlinegeschäft befeuerten Konkurrenzdruck. In Deutschland wurde erst vor zwei Wochen die Modekette Tom Tailor von einem chinesischen Konzern übernommen. Vor Kurzem pleite gegangen ist auch die bekannte Kette Gerry Weber.

In der Schweiz musste Yendi, Blackout sowie Charles Vögele respektive die Gesellschaft, welche die Läden der traditionsreichen Modekette in Filialen des italienischen Labels OVS umgewandelt hatte, aufgeben.