Metall Zug schreibt im ersten Semester rote Zahlen

Die Industriegruppe Metall Zug hat im ersten Halbjahr 2020 deutlich weniger umgesetzt und rote Zahlen geschrieben. Geprägt wurde die Jahreshälfte von der Coronakrise und der Abspaltung der Haushaltgerätegruppe V-Zug.

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(sda/awp) Der Umsatz sank um 11 Prozent auf noch 511,6 Millionen Franken. Nebst den Corona-bedingten Umsatzrückgängen in den Geschäftsbereichen Medical Devices (Medizinaltechnik) und Wire Processing (Kabel) hätten auch die Währungsentwicklungen den Umsatz mit 9,6 Millionen belastet, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

Der Abschluss ist der erste nach der Abspaltung von V-Zug im Juni und deren Kotierung als eigenständiges Unternehmen an der Schweizer Börse. Metall Zug hält am Traditionsunternehmen jedoch weiterhin einen Anteil von 30 Prozent.

In der Halbjahresrechnung von Metall Zug ist V-Zug noch vollständig enthalten. V-Zug hielt den Umsatz mit 261,9 Millionen Franken stabil. In den weiteren Bereichen der Metall Zug-Gruppe brachen die Verkäufe hingegen ein.

Im Medizinaltechnikgeschäft fiel er währungsbereinigt um einen Fünftel zurück und betrug noch 76,6 Millionen Franken. Gar um knapp einen Drittel auf 67,5 Millionen Franken gingen die Verkäufe des Bereichs Kabel zurück. Im Bereich Infection Control (Reinigung und Desinfektion) sank der Umsatz um 6,4 Prozent auf 78,8 Millionen.

Der Betriebsgewinn Ebit der Gruppe bewegte sich mit 1,7 Millionen Franken im Minus, dies nach einem Fehlbetrag von 1,6 Millionen im Vorjahr. Dabei musste die Gruppe für Bodensanierungen am Standort Zug 13,7 Millionen zurückstellen.

Und unter dem Strich verblieb ein Verlust von 5,4 Millionen nach einem Minus von 5,9 Millionen. Einen Ausblick fürs Gesamtjahr gibt Metall Zug derweil in der Mitteilung keinen ab.