Microsoft schliesst seine Läden

Microsoft zieht sich weltweit mit seinen 82 eigenen Läden aus dem Einzelhandel zurück. Das kündigte der Software-Konzern am Freitag in Redmond an. Die Läden sollen geschlossen werden.

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Der Software-Gigant behält nur die Stores in London, New York, Sydney und in der Nähe der Firmenzentrale in Redmond.

Der Software-Gigant behält nur die Stores in London, New York, Sydney und in der Nähe der Firmenzentrale in Redmond.

KEYSTONE/AP/Michel Euler
(sda/awp/dpa)

Nur die Stores London, New York, Sydney und in der Nähe der Firmenzentrale in Redmond sollen als «Microsoft Experience Center» erhalten bleiben, in denen dann aber auch keine Waren mehr verkauft werden.

Wie viele Arbeitsplätze von den Massnahmen betroffen sein werden, sagte Microsoft nicht. Der Konzern kündigte an, Mitglieder des Einzelhandelsteams würden weiterhin Kunden von den Microsoft-Unternehmensstandorten aus betreuen und aus der Ferne Verkauf, Schulung und Support anbieten.

Microsoft hatte im Jahr 2009 damit begonnen, den Erfolg der zahlreichen Apple Stores in den USA mit einer Kette von einzelnen Einzelhandelsgeschäften nachzuahmen. Dort wurden Microsoft-Produkte wie die Surface-Rechner oder die Spielekonsole Xbox verkauft, aber auch Geräte von Herstellern wie Dell, HP und Lenovo. Ausserdem wurden dort neue Technologien wie die Augmented-Reality-Brille Hololens präsentiert.

An den wirtschaftlichen Erfolg der Apple Stores konnten die Microsoft Stores aber nie heranreichen, auch weil Microsoft nach der Einstellung der Windows Phones nicht mehr über eigene Smartphones verfügte, während das iPhone die Geschäfte in den Apple-Läden antrieb.

72 Stores befanden sich in den USA, der Rest in Kanada, Australien und Grossbritannien. In Deutschland war Microoft nicht mit eigenen Läden präsent. Der Showroom des Konzerns in Berlin ist von den Sparmassnahmen nicht betroffen.

Auch die Online-Aktivitäten laufen weiter: Microsoft werde weiterhin in seine digitalen Shops auf Microsoft.com und in Shops für Xbox und Windows investieren und damit jeden Monat mehr als 1,2 Milliarden Menschen in 190 Märkten erreichen, erklärte das Unternehmen.