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RWE profitiert von starkem Energiehandel

Der deutsche Energiekonzern RWE treibt mit einer Gewinnsteigerung im Rücken seinen Umbau zum Ökostrom-Riesen voran. Dank eines starken Energiehandelsgeschäfts hat das Unternehmen im ersten Halbjahr mehr Gewinn gemacht.
Der Braunkohleverstromer will zu einem der grössten Produzenten von grünem Strom in Europa werden (Bild: KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL)

Der Braunkohleverstromer will zu einem der grössten Produzenten von grünem Strom in Europa werden (Bild: KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL)

(sda/awp/dpa/reu)

Das bereinigte Nettoergebnis für «RWE-Stand-Alone», also ohne operative Beiträge der Ökostromtochter Innogy, erreichte 914 Millionen Euro nach 683 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2018, wie RWE am Mittwoch mitteilte. Aufgrund der bevorstehenden Neuaufstellung hat RWE für dieses Halbjahr Zahlen gemäss der zukünftigen Struktur ("Stand Alone») vorgelegt.

RWE steht vor einem grossen Umbruch seines Geschäftsmodells. Der Konzern will das Netz- und Vertriebsgeschäft seiner bisherigen Tochter Innogy an den Konkurrenten Eon abgeben. Im Gegenzug sollen alle erneuerbaren Energien von Eon und Innogy an RWE gehen. Die RWE-Konzernspitze erwartet, dass der Innogy-Deal mit Eon im September umgesetzt werden kann. Eon wartet derzeit noch auf die Erlaubnis der EU.

Der Braunkohleverstromer würde dadurch zu einem der grössten Produzenten von grünem Strom in Europa. Zudem soll RWE im Zuge des Kohleausstiegs Braunkohlekraftwerke stilllegen. Mit dem Bund will RWE deshalb über Entschädigungen verhandeln.

Deutlich mehr Gewinn

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für RWE in der neuen Struktur lag bei 1,37 Milliarden. In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres waren es 1,14 Milliarden Euro.

Der Konzern hatte bereits Ende Juli seine Prognosen erhöht. Das Unternehmen erwartet daher für «RWE Stand Alone» für 2019 ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,4 Milliarden bis 1,7 Milliarden Euro. Zuvor war RWE von 1,2 bis 1,5 Milliarden ausgegangen. Für das bereinigte Nettoergebnis erwartet das Management jetzt 500 bis 800 Millionen Euro anstatt 300 bis 600 Millionen Euro.

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