T-Mobile verbucht trotz Coronavirus-Krise starke Geschäftszuwächse

Die US-Tochter der Deutschen Telekom bleibt nach der Übernahme des kleineren Rivalen Sprint auf Erfolgskurs. Im dritten Quartal legte der Gewinn im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zu.

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Die Deutsche Telekom hat in den USA bei T-Mobile stark an Geschäften zugelegt.

Die Deutsche Telekom hat in den USA bei T-Mobile stark an Geschäften zugelegt.

KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN
(sda/dpa/reu)

Dies teilte T-Mobile am Donnerstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mit. Die Erlöse erhöhten sich um 74 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar. Trotz der Coronavirus-Krise kamen nach Abzug von Kündigungen rund 689'000 neue Telefonverträge unter eigener Marke hinzu.

T-Mobile hob nach dem starken Quartal seine Jahresziele an und verkündete zudem, dass die im 1. April nach einer zweijährigen kartellrechtlichen Zitterpartie vollzogene Fusion mit Sprint schneller zu Kostensenkungen führe, als ursprünglich erwartet worden war. Die Quartalszahlen übertrafen die Markterwartungen insgesamt deutlich. Die Aktien stiegen nachbörslich zunächst um rund fünf Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Kurs bereits um fast 50 Prozent zugelegt.

Mehr Telefonie und Homeoffice

Bereits im Vorquartal hatte T-Mobile US dem Konkurrenten AT&N hinsichtlich der Grösse des Kundenstamms den Silberrang abgelaufen. Firmenchef Mike Sievert will weiter angreifen und damit Jagd auf Branchenprimus Verizon machen und versprach: «Wir fangen gerade erst an.» T-Mobile US kommt derzeit besonders zu Gute, dass in der Coronavirus-Krise mehr Menschen Telekommunikationsdienste nutzen, um miteinander in Kontakt zu bleiben und von zu Hause zu arbeiten.

Der T-Mobile-US-Mutterkonzern Deutsche Telekom will am 12. November Einblick in die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartal geben.