US-Regierung droht chinesische Firmen von US-Börsen zu verbannen

Die US-Regierung will gegen chinesische Unternehmen mit Börsenkotierung in den Vereinigten Staaten vorgehen, die sich nicht an die dort gängigen Bilanzprüfungen halten.

Drucken
Teilen
Die USA ziehen die Schrauben an für chinesische Firmen, die an der Wall Street kotiert sind. Das betrifft unter anderem Firmen wie Alibaba. Im Bild Alibaba-Konzernchef Jack Ma (zweiter von links) beim IPO an der New York Stock Exchange im Jahr 2014.

Die USA ziehen die Schrauben an für chinesische Firmen, die an der Wall Street kotiert sind. Das betrifft unter anderem Firmen wie Alibaba. Im Bild Alibaba-Konzernchef Jack Ma (zweiter von links) beim IPO an der New York Stock Exchange im Jahr 2014.

KEYSTONE/AP/MARK LENNIHAN
(sda/dpa)

Nach einem am Donnerstag (Ortszeit) vom Finanzministerium in Washington vorgestellten Plan sollen Firmen aus China die Auflagen bis 2022 erfüllen oder ihre Börsenpräsenz in den USA aufgeben. Dadurch sollten Anleger vor «erheblichen Risiken» bewahrt werden.

Den Finanzaufsehern ist es schon lange ein Dorn im Auge, dass chinesische Konzerne wie der Onlineriese Alibaba sich nicht wie üblich von US-Bilanzprüfern in die Bücher schauen lassen wollen. Finanzminister Steven Mnuchin plädiert deshalb dafür, dass die US-Börsenaufsicht SEC ihre Standards entsprechend ändert. Bislang handelt es sich allerdings lediglich um Vorschläge und Empfehlungen einer von US-Präsident Donald Trump beauftragten Arbeitsgruppe.