US-Spielzeughersteller Mattel hofft auf das Weihnachtsgeschäft

Der US-Spielwarenhersteller Mattel geht auch von einem deutlichen Rückgang der Verkäufe im zweiten Quartal aus. Der Hauptgrund sind die Coronavirus-Beschränkungen, wie das Unternehmen in der Nacht auf Mittwoch mitteilte.

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In Zeiten der Coronavirus-Krise tut sich der Spielzeughersteller Mattel, der durch seine Barbie-Puppen bekannt ist, sehr schwer. (Archvibild)

In Zeiten der Coronavirus-Krise tut sich der Spielzeughersteller Mattel, der durch seine Barbie-Puppen bekannt ist, sehr schwer. (Archvibild)

KEYSTONE/AP/NICK UT
(sda/reu)

Das Unternehmen prognostizierte einen noch stärkeren Rückgang des Umsatzes im zweiten Quartal als den Rückgang um 14 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres. Dadurch wurden seine Aktien im erweiterten Handel um rund zehn Prozent auf Talfahrt geschickt.

Der Babie- und Hot Wheels-Hersteller erzielte im ersten Quartal einen Nettoumsatz von 594,1 Millionen Dollar und verfehlte damit die Analystenschätzungen von 652,7 Millionen Dollar. Mattel-Konzernchef Ynon Kreiz sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass der Rückgang auf die Schliessungen der Einzelhandelsgeschäfte Ende März infolge des Coronavirus-Ausbruchs zurückzuführen sei, die normalerweise etwa ein Drittel des Umsatzes von Mattel ausmachen.

Ausgaben für Kinder

Für die zweite Jahreshälfte zeigte sich der CEO jedoch optimistischer. «Obwohl nicht rezessionssicher, war die Spielzeugindustrie in Abschwüngen widerstandsfähig. Wir glauben, dass Eltern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin Ausgaben für ihre Kinder priorisieren werden», sagte er in einem Telefonat mit Analysten. «Etwa 65 bis 70 Prozent unseres Umsatzes werden in der zweiten Jahreshälfte erzielt. Es bleibt also Zeit, die Verkaufsdynamik wiederzuerlangen.» Dem Unternehmen stünde eine Kreditlinie von 1,6 Milliarden Dollar und genug Bargeld zur Verfügung, um die Krise zu überstehen.