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Währungseffekte bremsen Henkel

Währungsschwankungen machen dem stark in Schwellenländern engagierten Konsumgüterkonzern Henkel zu schaffen. Das Unternehmen konnte unter anderem wegen der Schwäche der türkischen Lira oder des russischen Rubels im dritten Quartal den Umsatz nur leicht steigern.
Der starke Euro machte dem Konsumgüterhersteller Henkel zu schaffen. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Der starke Euro machte dem Konsumgüterhersteller Henkel zu schaffen. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

(sda/awp/reu)

Die Erlöse legten um 1,1 Prozent auf fünf Milliarden Euro zu. Organisch - also bereinigt um Wechselkurseffekte und Zukäufe - verzeichnete Henkel indes ein Plus von 2,7 Prozent. Beim operativen Gewinn legte Henkel weiter zu, Konzernchef Hans Van Bylen tritt auf die Kostenbremse.

Das bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) kletterte um 3,3 Prozent auf 926 Millionen Euro, wie der Hersteller von Pritt und Persil am Donnerstag weiter mitteilte. Henkel lag damit im Rahmen der Markterwartungen. Die Düsseldorfer bekräftigten zudem ihre Jahresprognose.

Die Hälfte sind Kleber

«In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld mit Belastungen aus negativen Währungsentwicklungen und steigenden Materialpreisen konnten wir Umsatz, Ergebnis und Profitabilität weiter steigern», bilanzierte Van Bylen. Vor allem das Klebstoffgeschäft, das fast die Hälfte des Umsatzes ausmacht, legte im dritten Quartal beim organischen Umsatz um 3,8 Prozent zu.

Unter Berücksichtigung von Zukäufen und Währungseffekten stagnierten die Erlöse hier aber. Zudem verlangsamte sich das Wachstumstempo: Henkel hatte in der Sparte, die etwa die Bau-, Elektro- und Autoindustrie beliefert, im zweiten Quartal noch ein organisches Umsatzplus von 5,2 Prozent ausgewiesen.

Schwellenländer-Währungen

Henkel steuerte über Jahre auf Rekordkurs und setzte dabei mit Klebstoffen, Waschmitteln und Kosmetik auch stark auf Wachstumsregionen rund um die Welt. Doch in vielen Ländern sorgen politische und wirtschaftliche Unsicherheiten - wie etwa in der Türkei - für einen Verfall der Landeswährung.

Das schlägt auch bei Henkel auf die Bilanzen durch. In den ersten neun Monaten hätten Währungsentwicklungen den Konzernumsatz mit über 900 Millionen Euro belastet, rechnete Van Bylen vor. Dieser ging auch deshalb in diesem Zeitraum leicht auf 15,015 Milliarden Euro zurück.

Der Hamburger Beiersdorf-Konzern, mit dem Henkel vor allem bei Kosmetik und Klebstoffen konkurriert, hatte in den ersten neun Monaten 2018 den Umsatz um 2,3 Prozent gesteigert. Auch Beiersdorf machten aber Währungsschwankungen - vor allem in Südamerika - zu schaffen.

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