Zur Bekämpfung der Krise: Parmelin will Infrastrukturprojekte vorantreiben und dabei Schweizer Firmen bevorzugen

Wirtschaftsminister Guy Parmelin will bereits bewilligte Projekte der öffentlichen Hand vorantreiben. Auch neue Freihandelsabkommen sollen die Schweiz aus der Krise führen. Trotz Forderungen nach mehr Selbstversorgung soll Freihandelsverträge künftig noch wichtiger werden.

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Bundesrat Guy Parmelin macht Vorschläge, wie die Wirtschaft wieder in Gang kommen könnte. (Archivbild)

Bundesrat Guy Parmelin macht Vorschläge, wie die Wirtschaft wieder in Gang kommen könnte. (Archivbild)

Keystone

(gb.) Bundesrat Guy Parmelin will kein eigentliches Konjunkturprogramm, wie er in einem Interview mit der NZZ am Sonntag sagt. Jedoch zeigt sich der Minister erpicht, bereits bewilligte Infrastrukturprojekte voranzutreiben. «Wir arbeiten diesbezüglich an einem Paket mit umsetzungsreifen Vorhaben». Dies sei wichtig, um Zuversicht zu schöpfen. Geht es nach Parmelin, sollen bei den Ausschreibungen Schweizer Firmen zum Zug kommen.

Der Wirtschaftsminister gab aber zu Bedenken, dass die wirtschaftliche Erholung stark vom internationalen Umfeld abhänge. Trotz Forderungen nach einem höheren Selbstversorgungsgrad der Schweiz und Kritik an der Globalisierung, müsse der Bund auch künftig sicherstellen, dass die Industrie weltweit Zugang zu Absatzmärkten habe, sagte Parmelin weiter. «Es scheint widersprüchlich, aber ich bin überzeugt, dass Freihandelsverträge nach der Krise noch wichtiger werden.» Zentral sei nicht der Selbstversorgungsgrad, sondern die Versorgungssicherheit, so Parmelin.