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Frankreichs Tempo gegen Uruguays Abwehrbeton

Uruguay und Frankreich ermitteln heute ab 16 Uhr in Nischni Nowgorod den ersten WM-Halbfinalisten. Ein Spektakel sollte dabei nicht erwartet werden.
Kylian Mbappé will nach den Argentiniern auch den Uruguayern davonrennen (Bild: KEYSTONE/EPA/ROBERT GHEMENT)

Kylian Mbappé will nach den Argentiniern auch den Uruguayern davonrennen (Bild: KEYSTONE/EPA/ROBERT GHEMENT)

(sda)

Die Statistik und der Fakt, dass Uruguay die Partie vermutlich ohne seinen angeschlagenen Starstürmer Edinson Cavani in Angriff nehmen wird, deuten auf Zurückhaltung hin. Fünf Mal standen sich die beiden Mannschaften in den letzten 16 Jahren gegenüber, dreimal im Rahmen eines Tests, zweimal an einer WM (2002 und 2010 in der Gruppenphase). Anzahl Tore? Eines, im Juni 2013 bei Uruguays 1:0-Sieg in Montevideo, erzielt mit dem Aussenrist aus relativ spitzem Winkel durch Luis Suarez.

Frankreich plant 20 Jahre nach dem Titel an der Heim-WM wieder Grosses. Die «Bleus» wollen in der schwierigeren Tableau-Hälfte erstmals seit 2006 (Final-Niederlage gegen Italien) wieder in die Top 4 vorstossen. Das soll gegen Uruguay mit temporeichen Vorstössen von Kylian Mbappé oder Antoine Griezmann geschehen. Geht es nach Luis Suarez, wird sich Griezmann jedoch die Zähne ausbeissen. «Jeder weiss, dass er ein guter Spieler ist. Aber wir haben eine gute Abwehr, die ihn kontrollieren wird. Nicht nur ihn, sondern das gesamte französische Team», kündigte der Stürmer des FC Barcelona vollmundig an.

Frankreichs Trainer Didier Deschamps hatte sich im Vorfeld des Viertelfinals mit einer Personalie auseinanderzusetzen: Wer ersetzt im zentralen Mittelfeld den gelb-gesperrten Blaise Matuidi? Für den Weltmeister von 1998 stellt sich deshalb die Frage, ob er deswegen «nur» den Realersatz bestimmt (Tolisso, Lemar, Fekir) oder ob er auch wieder einmal das System umstellen wird.

«Bluterguss der Nation»

Bei Uruguay steht und fällt vor dem fünften WM-Viertelfinal der Verbandsgeschichte vieles mit dem angeschlagenen Edinson Cavani. Der zweifache Torschütze des gewonnenen Achtelfinals gegen Portugal (2:1) hatte das Spielfeld in der 74. Minute humpelnd verlassen müssen, am Dienstag veröffentlichte Uruguays Verband zur Überraschung aller ein detailliertes medizinisches Bulletin zur Art der Verletzung. 48x29x17 Millimeter sei das Ödem in der rechten Wade.

Die kleinflächige Blessur entwickelte sich gewissermassen zum «Bluterguss der Nation». Spielt Cavani gegen Frankreich? Wenn ja, als «Joker»? Oder in der Startformation? Nach letztem Stand ist davon auszugehen, dass Cavani sicher nicht beginnen wird. Uruguays dreifacher Torschütze an dieser WM trainierte am Donnerstag individuell mit dem Ball und ohne körperliche Extra-Efforts. Die Beobachtungen deuten darauf hin, dass sich Uruguay, das gegen Portugal nach 325 Minuten den ersten und bislang einzigen Gegentreffer kassiert hat, noch defensiver formiert als ohnehin zu erwarten gewesen wäre.

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