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Hamilton profitiert von Verstappens Missgeschick

Lewis Hamilton, der sich vor zwei Wochen zum fünften Mal als Weltmeister feiern lassen durfte, kommt im Grand Prix von Brasilien zu einem glücklichen Sieg.
Charles Leclerc gewinnt weitere sechs WM-Punkte für Alfa Romeo Sauber (Bild: KEYSTONE/AP/NELSON ANTOINE)
Max Verstappen vergibt seinen 6. GP-Sieg wegen eines Drehers beim Überrunden (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/FERNANDO BIZERRA)
Marcus Ericsson musste das Rennen nach 20 Runden aufgeben (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/SEBASTIAO MOREIRA)
Hamilton springt jubelnd von seinem Mercedes-Dienstfahrzeug (Bild: KEYSTONE/AP/ANDRE PENNER)
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Hamilton profitiert von Verstappens Missgeschick

(sda)

Der 72. Triumph war auch eine Premiere für den aus der Pole-Position aus gestarteten Hamilton: Erstmals konnte der 33-jährige Brite nach dem vorzeitigen Titelgewinn das nächste Rennen für sich entscheiden.

Doch es brauchte Schützenhilfe in Form eines Missgeschickes des führenden Max Verstappen im Red Bull-Renault. Der Niederländer verpasste seinen sechsten GP-Sieg, weil er beim Überrunden mit dem sich heftig wehrenden Esteban Ocon kollidierte und sich gedreht hatte. Nach einer Aufholjagd kam Verstappen nur noch bis auf 1,469 heran.

Es war ein zu diesem Zeitpunkt unnötiges Manöver im Senna-S, weil der 21-jährige und oft ungestüme Verstappen noch genug Zeit gehabt hätte, den ein Jahr älteren Franzosen zu überholen. Die Szene aus der 44. von 72 Runden gab noch lange zu reden. Ocon wurde mit einer Stop-and-Go-Strafe von 10 Sekunden belegt, weil er sich gemäss Rennkommissären nicht hätte wehren dürfen. «Ich kann mich doch nicht in Luft auslösen», sagte Ocon.

Auch gegen Verstappen wurde eine Untersuchung eingeleitet, weil er sich nicht nur verbal ("So ein Idiot») wehrte, sondern nach dem Rennen im Parc Fermé auch handgreiflich geworden ist, wie TV-Aufnahmen von «canal+» beweisen. Das verstösst gegen Artikel 12.1.1.c im Verhaltenskodex des Weltverbandes. Drei Stunden später das etwas seltsame Urteil: Verstappen muss in den nächsten sechs Monaten zwei Tage öffentlichkeitswirksame Arbeit unter Aufsicht des Weltverbandes FIA verrichten, was immer auch darunter zu verstehen ist.

Ferrari chancenlos

Dritter im Rennen wurde in seinem 150. und zweitletzten Rennen für Ferrari der nächstjährige Sauber-Fahrer Kimi Räikkönen. Dessen Teamkollege und Vorjahressieger Sebastian Vettel beendete das Rennen in São Paulo im sechsten Rang. Der Deutsche war am Samstag mit 25'000 Euro gebüsst worden, weil er beim Wiegen den Motor nicht abstellte und die Waage demoliert hatte.

Das Ferrari-Duo war nie in der Lage, in der Team-Wertung das Unmögliche noch zu schaffen und Mercedes abzufangen. Die Silberpfeile gewannen zum 5. Mal in Serie die Konstrukteurswertung.

Sauber weiter im Aufwind

In dieser Wertung hat das Hinwiler Team Alfa Romeo Sauber-Ferrari seinen 8. Platz gegenüber Toro Rosso-Honda weiter gefestigt. Zum 13. Mal in diesem Jahr fuhr mindestens ein Fahrer in die Punkteränge: Charles Leclerc beendete ein fehlerfreies Rennen im 7. Rang und hat nun schon 33 WM-Punkte auf seinem Konto.

Kein Glück hatte Marcus Ericsson, der mit Startplatz 6 das beste Qualifying-Ergebnis für Sauber seit November 2013 (4. Hülkenberg in Austin) erzielt hatte. Schon nach dem Start verlor er nach Berührungen mit den Haas-Fahrern Romain Grosjean und Kevin Magnussen einige Aerodynamik-Teile und gab das Rennen nach 21 Runden und einem Dreher auf.

Vor dem letzten Rennen in zwei Wochen in Abu Dhabi hat Sauber neun Punkte Vorsprung auf Toro Rosso (42:33), liegt aber nur noch sechs Zähler hinter Racing Point Force India-Mercedes zurück. Würden die Zürcher Oberländer die Briten sensationell noch überholen können, würden Ende Jahr vier zusätzliche Millionen Franken aus dem Bonustopf in die Sauber-Kasse fliessen.

Resultate

São Paulo (BRA). Grand Prix von Brasilien (71 Runden à 4,309 km/305,909 km): 1. Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 1:27:09,066 (210,605). 2. Max Verstappen (NED), Red Bull-Renault, 1,469 Sekunden zurück. 3. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 4,764. 4. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull-Renault, 5,193. 6. Sebastian Vettel (GER), Ferrari, 26,997. 7. Charles Leclerc (MON), Alfa Romeo Sauber-Ferrari, 44,199. 8. Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari, 51,230. 9. Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari, 52,857. 10. eine Runde zurück: Sergio Perez (MEX), Racing Point Force India-Mercedes. 11. Brendon Hartley (NZL), Toro Rosso-Honda. 12. Carlos Sainz (ESP), Renault. 13. Pierre Gasly (FRA), Toro Rosso-Honda. 14. Stoffel Vandoorne (BEL), McLaren-Renault. 15. Esteban Ocon (FRA), Racing Point Force India-Mercedes. 16. zwei Runden zurück: Sergej Sirotkin (RUS), Williams-Mercedes. 17. Fernando Alonso (ESP), McLaren-Renault. 18. Lance Stroll (CAN), Williams-Mercedes. - Schnellste Runde (64.): Bottas in 1:10,845 (219,101 km/h). - 20 Fahrer gestartet, 18 klassiert.

Ausfälle: Marcus Ericsson (SWE), Alfa Romeo Sauber-Ferrari (21. Runde/an 20. Stelle liegend): Aufgabe (Aerodynamik). Nico Hülkenberg (GER), Renault (34./11.): Technischer Defekt.

Startaufstellung: 1 Hamilton 1:07,281 (230,561 km/h; Rekord). 2 Vettel 0,093. 3 Bottas 0,160. 4 Räikkönen 0,175. 5 Verstappen 0,497. 6 Ericsson 1,015. 7 Leclerc 1,211. 8 Grosjean 1,236. 9 Gasly 1,748. - Nach dem zweiten Teil der Qualifikation ausgeschieden: 10 Magnussen. 11* Ricciardo. 12 Perez. 13 Hülkenberg. 14 Sirotkin. - Nach dem ersten Teil der Qualifikation ausgeschieden: 15 Sainz. 16 Hartley. 17 Alonso. 18** Ocon. 19 Stroll. 20 Vandoorne. - * = Rückversetzung um 5 Startplätze (neuer Turbolader). - ** = Rückversetzung um 5 Startplätze (neues Getriebe). - 20 Fahrer im Training.

WM-Stand (20/21): 1. Hamilton 383 (Weltmeister). 2. Vettel 302. 3. Räikkönen 251. 4. Bottas 237. 5. Verstappen 234. 6. Ricciardo 158. 7. Hülkenberg 69. 8. Perez 58. 9. Magnussen 55. 10. Alonso 50. 11. Ocon 49. 12. Sainz 45. 13. Grosjean 35. 14. Leclerc 33. 15. Gasly 29. 16. Vandoorne 12. 17. Ericsson 9. 18. Stroll 6. 19. Hartley 4. 20. Sirotkin 1. - Teams: 1. Mercedes 620 (Weltmeister). 2. Ferrari 553. 3. Red Bull-Renault 392. 4. Renault 114. 5. Haas-Ferrari 90. 6. McLaren-Renault 62. 7.* Racing Point Force India-Mercedes 48. 8. Alfa Romeo Sauber-Ferrari 42. 9. Toro Rosso-Honda 33. 10. Williams-Mercedes 7. - * Nach dem Besitzer- und Namenwechsel wurden die zuvor gewonnenen 59 Punkte aus der Team-Wertung gelöscht.

Letztes Saisonrennen: Grand von Abu Dhabi in Abu Dhabi am 25. November.

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