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Isländer und Nigerianer müssen der Hitze trotzen

Island möchte seinem Märchen ein weiteres Kapitel hinzufügen.
Die Isländer wollen weiter verblüffen (Bild: KEYSTONE/EPA/ZURAB KURTSIKIDZE)

Die Isländer wollen weiter verblüffen (Bild: KEYSTONE/EPA/ZURAB KURTSIKIDZE)

(sda)

Nach dem unerwarteten 1:1 gegen Argentinien hoffen sie, in der Gruppe D auch gegen das noch punktelose Nigeria (17.00 Uhr) brillieren zu können.

WM-Neuling Island, das mit 330'000 Einwohnern kleinste Land, das je an einer WM-Endrunde vertreten war, will auch gegen Nigeria, die mit 185 Millionen Menschen bevölkerungsreichste Nation Afrikas, eine gute Figur abgeben. Gewinnen die Isländer die Partie, bleiben sie mit Argentinien und Kroatien im Kampf um die Achtelfinal-Plätze im Rennen, derweil die Nigerianer als bereits drittes afrikanisches Team nach Ägypten und Marokko ausgeschieden wären.

Doch die Isländer, 2016 überraschender Viertelfinalist der EM, erwartet im südrussischen Wolgograd ein heisses Duell. Zur Spielzeit um 17.00 Uhr werden 32 Grad prognostiziert, mithin Temperaturen, die doch eher ihrem Gegner in die Karten spielen. Was zudem in der Hitze gegen die Isländer spricht: Ihre Kaderspieler sind im Schnitt vier Jahre älter als jene von Nigeria, das in Russland mit durchschnittlich 25 Jahren die jüngste aller 32 Mannschaften stellt.

Wer wie Island gegen Argentinien besteht, der müsste auch gegen Nigeria zu einem Sieg fähig sein. Bundesliga-Profi Alfred Finnbogason vom FC Augsburg, der beim 1:1 gegen Lionel Messi und Co. das erste Tor für Island bei einer WM-Endrunde erzielte, mag solche Vergleiche aber nicht: «Das wird ein komplett anderes Spiel. Die Nigerianer sind keine kleinen, technisch starke Spieler, sondern Leute, die über die Physis kommen.»

2014 in Brasilien hatten es die Nigerianer in die WM-Achtelfinals geschafft, vor allem dank ihrem einzigen Sieg (1:0 gegen Bosnien-Herzegowina), den sie in den letzten 13 WM-Partien erringen konnten. Nun aber läuft die Mannschaft des früheren YB-Trainers Gernot Rohr Gefahr, schon nach der Vorrunde auszuscheiden. Rohr, seit 2016 Coach in Nigeria und zuvor schon in Gabun, Niger und Burkina Faso tätig, ist aber überzeugt, dass seine Jungmannschaft noch die Kurve kriegt, nachdem sie beim 0:2 gegen Kroatien noch keine grossen Akzente gesetzt hatte. «Junge Spieler brauchen ihre Zeit. Manchmal verhalten sie sich noch etwas naiv, aber das wird schon. Sie lernen.»

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