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Messi kämpft mit Argentinien gegen frühes Aus

Nur ein Sieg gegen Nigeria kann Argentinien im Kampf gegen das drohende Out in der Vorrunde noch helfen. Doch selbst ein Vollerfolg ist keine Garantie für die Teilnahme an der K.o.-Phase.
Bei einem Ausscheiden in der Vorrunde dürfte Lionel Messis Karriere im Nationaltrikot endgültig zu Ende sein (Bild: KEYSTONE/AP/RICARDO MAZALAN)

Bei einem Ausscheiden in der Vorrunde dürfte Lionel Messis Karriere im Nationaltrikot endgültig zu Ende sein (Bild: KEYSTONE/AP/RICARDO MAZALAN)

(sda)

Nach dem 1:1 gegen Island und dem 0:3 gegen Kroatien schien Argentinien bereits raus aus dem Turnier zu sein. Doch ausgerechnet der Gegner vom Dienstagabend, Nigeria, bescherte Lionel Messi und dessen Kollegen unverhofft eine zweite Möglichkeit. Die Afrikaner schlugen in der zweiten Runde Island 2:0, ein Resultat, das auch die Argentinier wieder hoffen lässt.

«Man hat uns eine kleine Tür geöffnet», weiss Diego Maradona, Argentiniens Legende und Edelfanatiker. Voraussetzung ist ein möglichst hoher Sieg gegen Nigeria, mit dem man die derzeit ebenfalls mit einem Punkt zu Buche stehenden Isländer auch dann abfangen könnte, wenn diese gegen Kroatien gewinnen.

Sollte Argentinien aber erneut sieglos bleiben, dürfte für Lionel Messi das 127. Länderspiel zugleich das letzte gewesen sein. Dann ginge wohl in St. Petersburg eine Nationalmannschafts-Karriere zu Ende, der es am ganz grossen Erfolg fehlt. Messi, am vergangenen Sonntag 31 Jahre alt geworden, stand dreimal im Final der Copa America, 2014 auch im Endspiel der WM, zum Titel reichte es aber nie.

Der Abgang könnte mit der grössten Blamage seit 16 Jahren einhergehen. Bei der WM 2002 - der bisher letzten ohne Messi - schieden die Gauchos letztmals in der Vorrunde aus. Schon damals trafen die Argentinier in der Gruppenphase auf Nigeria. Sie schlugen die Afrikaner zwar mit 1:0, zogen aber gegen England und Schweden den Kürzeren. Auch vor vier Jahren an der WM in Brasilien kam es zum Duell der beiden Teams. Argentinien gewann auch diese Partie (3:2). Im November des letzten Jahres endete der bisher letzte Vergleich, ein Testspiel, mit einem 4:2 für Nigeria. Messi allerdings war hier nicht mit von der Partie.

Unter Druck steht auch Trainer Jorge Sampaoli, der zuletzt gegen Kroatien ein Sinnbild der Verzweiflung abgab. Wie ein nervöses Raubtier tigerte er an der Seitenlinie auf und ab. Erwartet wird, dass er seine Aufstellung stark verändert. Torhüter Willy Caballero, der die Niederlage gegen Kroatien mit einem schweren Patzer eingeleitet hatte, dürfte durch Franco Armani, den Keeper von River Plate, ersetzt werden. Zudem werden in der Offensive zuletzt übergangene Stars wie Gonzalo Higuain und Angel Di Maria erwartet.

Nigeria könnte es wie schon 2014 und zum insgesamt vierten Mal in die Achtelfinals schaffen. Der Deutsche Gernot Rohr, einst bei den Young Boys tätig, hält den Ball flach: «Wir sind eine junge Mannschaft und müssen bescheiden bleiben. Aber mit diesem Geist kann man auf eine Überraschung hoffen. Im Gegensatz zu Argentinien und Island kann Nigeria aus eigener Kraft die nächste Runde erreichen. Dafür braucht es allerdings einen Sieg.

Island gegen kroatisches B-Team

WM-Debütant Island trifft in Rostow am Don auf einen Gegner, der bisher einen absolut überzeugenden Eindruck hinterlassen hat, der sich aber vermutlich zumindest personell ganz anders präsentieren wird als zuletzt. Bei den Kroaten, die dank ihrer guten Tordifferenz kaum mehr von Platz 1 der Gruppe zu verdrängen sind, sind fünf Spieler mit einer Gelben Karte belastet: Ivan Rakitic, Mario Mandzukic, Ante Rebic, Sime Vrsaljko und Vedran Corluka. Sie alle laufen Gefahr, den Achtelfinal zu verpassen - und werden deshalb vermutlich pausieren.

Die Isländer tun aber gut daran, keine falschen Schlüsse zu ziehen. Trainer Heimir Hallgrimsson sagt: «Frische Spieler, die zeigen wollen, dass auch sie Fussball spielen können, sind immer gefährlich.» Torhüter Hannes Halldorsson schlägt in dieselbe Kerbe: «Wir kennen die Kroaten eigentlich gut. Aber jetzt wissen wir nicht, wer spielen wird.»

Gegen die kroatischen Stars hatten sich die Isländer in der Qualifikation gut zu wehren gewusst. Die Ausscheidung zur WM schlossen die Isländer als Gruppensieger ab, zwei Punkte vor Kroatien, das dadurch den Umweg über das Playoff gehen musste.

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