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Spanien - Portugal: neue Vorzeichen im iberischen Duell

In der Gruppe B werden die Weichen zum Gruppensieg wohl gleich am ersten Spieltag gestellt. Der Europameister Portugal trifft um 20 Uhr auf Spanien. Zuvor begegnen sich um 17 Uhr Marokko und der Iran.
Der kurzfristig eingesetzte Fernando Hierro gibt im Training der Spanier die letzten Anweisungen (Bild: KEYSTONE/AP/MANU FERNANDEZ)

Der kurzfristig eingesetzte Fernando Hierro gibt im Training der Spanier die letzten Anweisungen (Bild: KEYSTONE/AP/MANU FERNANDEZ)

(sda)

Das iberische Duell wird das vielleicht hochkarätigste der gesamten Vorrunde. Hier der Europameister aus Portugal, da dessen Vorgänger aus Spanien, der europäische Champion der Jahre 2008 und 2012 und Weltmeister 2010. Beide reisten mit einem imponierenden Leistungsausweis nach Russland.

Portugal hat von den letzten 29 Pflichtspielen - seit Fernando Santos im September 2014 den Trainerposten übernahm - nur ein einziges verloren: Im September 2016 auswärts gegen die Schweiz. Spanien blieb in seinen 20 Partien unter Julen Lopetegui gar ungeschlagen.

Doch seit Mittwoch ist die Ausgangslage nicht mehr die gleiche. Zwei Tage vor dem WM-Auftaktspiel am Schwarzen Meer entliess die spanische Verbandsführung ihren Trainer, der erst im Monat zuvor den Vertrag verlängert hatte, dann aber am Dienstag von Real Madrid als Nachfolger von Zinédine Zidane vorgestellt wurde. Lopetegui, über dessen Wechsel der spanische Verband fünf Minuten zuvor orientiert worden war, musste seine Sachen unverzüglich packen - der aktuelle Sportdirektor Fernando Hierro übernahm.

Als Spieler war Hierro 14 Jahre eine bewährte Stütze von Real Madrid. Als Trainer hingegen kann der einst torgefährliche Verteidiger noch keine vergleichbaren Erfolge vorweisen. 2014 stieg er als Assistenzcoach unter Carlo Ancelotti ein, für die Saison 2016/17 folgte ein Engagement beim Zweitligisten Oviedo.

Ausgemustert wurden bei Spanien auch die bisherigen Assistenten von Lopetegui. Drei Neue wurden eingeflogen, unter ihnen mit Carlos Marchena ein Alt-Internationaler. Viele Beobachter glauben, Spanien sei nach dem Trainer-Wechsel nicht mehr unter die Top-Favoriten zu reihen. Der Verband jedoch verströmt weiter Optimismus. «Vereint wie noch nie. So stark wie immer», lautete eine per Twitter verbreitete Botschaft.

Die Bilanz spricht für Spanien

Auch die direkte Bilanz spricht deutlich für Spanien. In 35 Spielen gab es 16 Siege, 13 Unentschieden und nur 6 Niederlagen. Die bisher letzte Begegnung ging ebenfalls an Spanien, wenngleich nur knapp. An der EM 2012 zogen die Spanier in Donezk dank einem 4:2 im Penaltyschiessen in den Final ein, den sie gegen Italien 4:0 gewannen. Auch die letzte Partie im Rahmen einer WM endete mit einem Sieg der Spanier, die 2010 in Kapstadt mit einem 1:0 in die Viertelfinals vorstiessen und sich letztlich den Titel holten.

Portugal will gegen den verunsicherten Gegner seine Chance wahrnehmen. Cristiano Ronaldo kündigte an: «Wir werden dasselbe tun wie 2016: bis zum Ende kämpfen und sehen, was passiert.» Mit Marokko und dem Iran als weiteren Gegnern wäre ja selbst eine Niederlage im Startspiel noch kein Beinbruch.

Für die beiden Aussenseiter der Gruppe B geht es in St. Petersburg darum, im Rennen zu bleiben. Wer verliert, darf sich wohl keine realistischen Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen. Marokko und der Iran sind beide zum fünften Mal an einer WM-Endrunde vertreten, doch derweil die Perser die Qualifikation schon für 2014 geschafft hatten, spielen die Nordafrikaner erstmals seit 20 Jahren im Kreis der Weltbesten mit. Marokko war 1986 die erste Mannschaft aus Afrika, welche eine Vorrunde erfolgreich überstand. Als Gruppensieger setzten sich die Marokkaner damals vor England, Polen und Portugal.

Im Gegensatz zum Iran, der die Gruppenphase noch nie überstanden hat, können die Nordafrikaner auf einige bei europäischen Klubs engagierte Profis zählen, unter ihnen Verteidiger Medhi Benatia (Juventus Turin) oder Hakim Ziyech (Ajax Amsterdam), der Fussballer des Jahres in den Niederlanden. In der Qualifikation liess Marokko die Elfenbeinküste hinter sich und kassierte in sechs Spielen kein einziges Gegentor.

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