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WM-Teilnahme der Schweizerinnen in weiter Ferne

Das Schweizer Fussball-Nationalteam der Frauen verliert das Playoff-Hinspiel um die WM-Teilnahme gegen die Niederlande in Utrecht 0:3. Die Chancen auf die WM-Teilnahme sinken stark.
Die Niederländerin Jacky Groenen (Mitte) beschäftigt Rahel Tschopp (links) und Vanessa Bernauer (Bild: KEYSTONE/EPA ANP/KOEN VAN WEEL)
Die Niederländerinnen hatten dreimal Grund zu jubeln (Bild: KEYSTONE/EPA ANP/KOEN VAN WEEL)
Das sechsjährige Engagement der deutschen Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg in der Schweiz scheint kein Happy End zu finden (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)
Symbolisch Martina Voss-Tecklenburg und das Schweizer Fähnchen (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)
Ana Maria Crnogorcevic hatte in der Abwehr viel zu tun (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)
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WM-Teilnahme der Schweizerinnen in weiter Ferne

(sda)

Knapp 49 Minuten wehrten sich die Schweizerinnen nach Kräften und verhinderten dank guter Organisation und etwas Glück einen Gegentreffer. Dann schlug der Europameister eiskalt zu. Sherida Spitse, Dreh- und Angelpunkt im zentralen Mittelfeld des Gastgebers, Lieke Martens (71.), die Weltfussballerin des Jahres 2017, und Vivianne Miedema (79.) sorgten mit ihren Treffern für ein beruhigendes Polster des Europameisters für das Rückspiel am Dienstag in Schaffhausen.

Auch wenn der Sieg des haushohen Favoriten hochverdient war, dürften sich die Schweizerinnen über die Höhe der Hypothek ärgern, waren die ersten beiden Treffer doch keineswegs zwingend. Beim 0:1 sah Keeperin Gaëlle Thalmann schlecht aus, liess sie sich doch von Spitses Freistoss aus gut 20 Metern in der Torhüterecke erwischen. Und beim 0:2 durch Mertens ging ein zu einfacher Fehler der SFV-Auswahl im Spielaufbau voraus. Géraldine Reuteler konnte sich nicht zum ersten Mal in einem Zweikampf nicht behaupten und verlor den Ball, der via Shanice van de Sanden den Weg zu Martens fand.

Die Niederländerinnen hatten nicht von Beginn an das erwartete offensive Feuerwerk gezündet, trotzdem musste die SFV-Auswahl bereits in der 5. Minute das Glück in Anspruch nehmen. Nach einer Flanke von Jackie Groenen klatschte der Ball von der Brust von Martens ans Lattenkreuz. Danach hielten die Schweizerinnen erstaunlich gut mit, bis nach einer halben Stunde die spielerische Überlegenheit des Gastgebers auch zu weiteren Torchancen führte. Noch blieben die Abschlussversuche aber zu ungenau oder die Schweizerinnen klärten in höchster Not.

Gewichtige Absenzen

So gut sich die SFV-Auswahl in der Defensive lange Zeit wehrte, so harmlos blieben ihre Offensivbemühungen. Die Ausfälle von Captain Lara Dickenmann (Kreuzbandriss) und der gesperrten Ramona Bachmann wogen schwer. Aus Mangel an Alternativen - auch Malin Gut und Viola Calligaris fehlten verletzt - hatte Voss-Tecklenburg in der Offensive auf ein Teenager-Trio gesetzt. Reuteler, Alisha Lehmann und Rahel Tschopp hatten im Sommer noch zusammen an der U19-EM im eigenen Land gestürmt, nun trat ihnen ein anderes Kaliber gegenüber: der amtierende Europameister in einem ausverkauften Stadion.

Während Reuteler und Lehmann kaum eine gute Szene hatten und viele Zweikämpfe verloren, trat die Debütantin Tschopp positiv in Erscheinung. Die 18-Jährige vom FC Luzern liess sich von der Kulisse und dem Gegner nicht allzu gross beeindrucken, trat mutig auf und liess ihre technischen Fähigkeiten immer wieder aufblitzen. Die offensive Mittelfeldspielerin ist ein Versprechen für die Zukunft.

Um die zweite WM-Qualifikation nach 2015 doch noch zu schaffen, brauchen die Schweizerinnen am Dienstag im Rückspiel in Schaffhausen ein Fussball-Wunder. Zwar kehrt Bachmann und wohl auch Calligaris und Gut in die Mannschaft zurück, die Hypothek aus dem Hinspiel wiegt aber schwer. Zumindest ein ausverkauftes Stadion hätte die Mannschaft beim Abschied von Voss-Tecklenburg aber verdient. Wie Frauenfussball auch neben dem Platz zelebriert wird, zeigten die Niederländerinnen in Utrecht eindrücklich. Gut 25'000 Zuschauern und ein tolles Stadion boten eine Kulisse, die einem Europameister würdig war.

Telegramm und Resultate

Niederlande - Schweiz 3:0 (0:0)

Utrecht. - 25'000 Zuschauer. - SR Larsson (SWE). - Tor: 49. Spitse (Freistoss) 1:0. 70. Martens 2:0. 79. Miedema 3:0.

Niederlande: Geurts; Van Lunteren, Dekker, Bloodworth, Van Es; Spitse; Groenen (59. Roord), Van de Donk; Van de Sanden (72. Beerensteyn), Miedema, Martens (85. Jansen).

Schweiz: Thalmann; Crnogorcevic, Kiwic, Bühler, Maritz; Wälti, Bernauer (84. Mégroz); Aigbogun, Tschopp (88. Widmer), Lehmann (72. Ismaili); Reuteler.

Bemerkungen: Niederlande ohne Van de Gragt (verletzt), Schweiz ohne Bachmann (gesperrt), Calligaris, Dickenmann und Gut (alle verletzt). 5. Pfostenschuss Martens. Verwarnungen: 66. Roord (Foul). 77. Ismaili (Foul).

WM-Qualifikation. Playoffs. Hinspiel. In Utrecht: Niederlande - Schweiz 3:0 (0:0). - Rückspiel am Dienstag, 13. November, 19.00 Uhr, in Schaffhausen. - Der Sieger qualifiziert sich für die WM-Endrunde in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli 2019).

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