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«Sinnbild für ein neues Miteinander»: Brückenschlag zwischen Grub AR und Grub SG

Die beiden gleichnamigen Dörfer Grub in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und
St.Gallen sind neu durch eine Hängebrücke über das Mattenbachtobel verbunden. Diese ist am Freitag gesegnet und eröffnet worden.
Mea McGhee
Die Gemeindepräsidenten Roger Hochreutener und Katharina Zwicker (hinten) sowie die Regierungsräte Marc Mächler (vorne links) und Dölf Biasotto bei der Einweihungszeremonie der Hängebrücke über das Mattenbachtobel. (Bilder: Adriana Ortiz Cardozo)

Die Gemeindepräsidenten Roger Hochreutener und Katharina Zwicker (hinten) sowie die Regierungsräte Marc Mächler (vorne links) und Dölf Biasotto bei der Einweihungszeremonie der Hängebrücke über das Mattenbachtobel. (Bilder: Adriana Ortiz Cardozo)

Die neue, 180 Meter lange Hängebrücke über den Mattenbach verbindet Menschen, zwei gleichnamige Dörfer, zwei Kantone und zwei Religionen. Einst waren die beiden Grub wegen der unterschiedlichen religiösen Ausrichtung verfeindet: hüben die Reformierten, drüben die Katholiken.

Ein neues Miteinander

«Die Hängebrücke ist ein Sinnbild für ein neues Miteinander», sagte Katharina Zwicker, Gemeindepräsidentin von Grub AR, anlässlich der gestrigen Einweihungsfeier. Rund 170 geladene Gäste hatten sich in der Frauenrüti auf Appenzeller Seite versammelt, um den Brückenschlag zu feiern. Als Gruberin sei sie glücklich, den Grubern aus St.Gallen die Hand reichen zu können.

Der Anstoss kam von einem Einwohner

Roger Hochreutener, Präsident der Gemeinde Eggersriet, zu der
st.gallisch Grub gehört, erinnerte daran, dass Erdrutsche mehrmals die Wegverbindung durch das Mattenbachtobel zerstört haben. Dank des Anstosses eines Einwohners habe man sich mit dem Projekt der Hängebrücke im Rahmen des 150-Jahr-Jubiläums der St. Galler Kantonalbank beworben. Diese unterstützte das Vorhaben mit dem Maximalbetrag von 100'000 Franken. Je 180'000 Franken steuerten die beiden Gemeinden bei, und auch der Kanton St.Gallen sprach einen namhaften Beitrag an das durch die Firma Seiler AG aus Böningen realisierte Objekt.

14 Amtsstellen involviert

Da entlang des Mattenbachs die Kantonsgrenze zwischen Ausserrhoden und St.Gallen verläuft, mussten je sieben Amtsstellen dem Brückenbau zustimmen. Die Vorsteher der kantonalen Baudepartemente, Dölf Biasotto (AR), und Marc Mächler (SG) erwähnten, das Bauwerk sei ein neues touristisches Aushängeschild und wertvolles Element im Wanderwegnetz der Region. Albert Koller, Mitglied der Geschäftsleitung der St.Galler Kantonalbank, nannte drei Kriterien, die für die Hängebrücke gesprochen hätten: «Sie hat eine gesellschaftliche und kulturelle Relevanz, sie ermöglicht neue Perspektiven und sie ist nachhaltig.»

Fest für die Bevölkerung

Die Pfarrer Eugen Werli und Carlos Ferrer sprechen den Segen für die Brücke.

Die Pfarrer Eugen Werli und Carlos Ferrer sprechen den Segen für die Brücke.

Die Pfarrer Carlos Ferrer und Eugen Werli segneten das Bauwerk, das ihre Gemeinden verbindet. Es brauche Mut, sich zu engagieren, Visionen zu formulieren und umzusetzen. Die Gemeindepräsidenten, flankiert von den Regierungsräten, durchschnitten das Band am Appenzeller Ende der Brücke. Dann schritten die Gäste über die Hängebrücke, die sich in 40 Metern Höhe über das Tobel spannt. 180 Personen gleichzeitig sind auf der Brücke erlaubt. Für die Bevölkerung findet am Samstag von 11 bis 15 Uhr ein Brückenfest in der Frauenrüti statt.

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