Cheese-Festival
Mehr Käse als man essen kann – das Cheese-Festival in Appenzell Innerrhoden erweist Käse den gebührenden Respekt

Das Käsefest findet über das Jahr verteilt an verschiedenen Standorten in der Schweiz statt und bringt so Produzent und Käseliebhaber zusammen ‒ so auch in Appenzell.

Elina Zingg
Drucken
Ähnlich wie auf diesem Bild sehen die mit Käse angerichteten Stände am Cheese-Festival in Appenzell Innerrhoden aus.

Ähnlich wie auf diesem Bild sehen die mit Käse angerichteten Stände am Cheese-Festival in Appenzell Innerrhoden aus.

Bild: PD

Am 29. und 30. Oktober ist es wieder so weit, das Cheese-Festival findet in Appenzell statt. An den Ständen wird Käse probiert, nebenan Kühe gemolken. Dazu wird gezeigt, wie so ein Käse im Kessi überhaupt produziert wird. Das Programm ist vielseitig und es scheint für jeden etwas dabei zu sein.

Neugierige Stimmung vor Ort

Seit fünf Jahren nimmt eine Käserei aus Urnäsch am Cheese-Festival teil. Sie wurde im Jahr 2009 offiziell in Betrieb genommen und ist bekannt für ihren Käse aus Hornkuhmilch. Sie verkauft zahlreiche Variationen an Käse, wie beispielsweise den Urnäscher Brauchtumskäse oder Fertigmischungen für Fondue. Die Betreiberinnen und Betreiber der Käserei freuen sich jedes Mal aufs Neue darauf, ihre Produkte den Besuchenden zur Degustation anzubieten. «Es ist so toll, da es mal wirklich nur um Käse geht», sagt Melanie Bischof, Leiterin für Marketing und Verkauf in der Urnäscher Käserei. Die Besuchenden seien sehr neugierig, nicht nur was das Probieren des Käses angeht, sondern auch was die Produktion anbelangt. Bischof meint:

«Die Besucherinnen und Besucher möchten wissen, was speziell an unserem Käse ist und wie er genau hergestellt wird.»

Laut ihr trifft die Käserei Urnäsch für das Cheese-Festival an sich keine speziellen Vorbereitungen. Haben sie jedoch mal wieder eine neue Käsesorte ertüftelt, wird diese gerne am Stand präsentiert und von den Anwesenden anschliessend degustiert.

Käse inmitten von Entwicklung

Sogar für die Käserei Urnäsch seien die wirtschaftlichen Veränderungen teils spürbar. Auf den Käsemärkten selbst spüre die Käserei zwar nichts, was gemäss Melanie Bischof hoffentlich auch so bleiben werde. Was aber den Export des Milchprodukts betrifft, würden die Entwicklungen bemerkt, meint sie. In den vergangenen Jahren gab es vermehrt auch vegane Optionen an Käse. Dabei ist die Herstellung oft gar nicht so verschieden. Die Schweizer Firma «New Roots» stellt ihren veganen Käse nach dem gleichen Prinzip her, wie herkömmlicher Käse produziert wird. Wäre also eine vegane Alternative am Cheese-Festival eine Option, wenn es bei der grundsätzlichen Herstellung keine grossen Differenzen gibt?
Melanie Bischof sagt dazu:

«Bis jetzt haben wir noch nie an einer veganen Alternative herumstudiert.»

Ob Appenzeller Käsereien in Zukunft auch Nüsse und pflanzliche Milch in ihre Produktion aufnehmen werden, wird sich zeigen. Bis dahin herrscht am Cheese-Festival in Appenzell aber sicher eine grosszügige Auswahl an herkömmlichem, regionalem Käse.