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Einen Plan B fürs Bignik: Riesentuch soll Trogner Dorfzentrum «fluten»

Nachdem das Bignik im vergangenen Jahr abgesagt werden musste, haben die Riklin-Brüder für dieses Jahr einen Plan B: «Asphaltierung anstatt Wieserung.»
So ähnlich wie vor zwei Jahren Romanshorn dürfte die Auslegung des Bigniks in den Strassen von Trogen aussehen. Bild: Reto Martin

So ähnlich wie vor zwei Jahren Romanshorn dürfte die Auslegung des Bigniks in den Strassen von Trogen aussehen. Bild: Reto Martin

2018 musste das Bignik seit seinem Bestehen zum zweiten Mal abgesagt werden. Dies aufgrund zu grosser Feuchtigkeit der Wiese und Regenrisiko. Um die Chancen auf eine Auslegung dieses Jahr zu erhöhen, haben die Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin, gemeinsam mit den Veranstaltern der Regio Appenzell AR–St.Gallen–Bodensee und der Gemeinde Trogen, einen Plan B geschmiedet und rufen nun alle Strassenbesitzer zur Komplizenschaft auf. Hierfür findet morgen Mittwoch ab 18 Uhr ein Treffen mit der Bevölkerung im Gemeindehaus Trogen statt, um eine «Asphaltierung anstelle Wieserung» zu diskutieren.

Infoveranstaltung für Privatstrassenbesitzer

Die Grundeigentumsbesitzer wurden letzte Woche per Brief von der Gemeindepräsidentin Dorothea Altherr und den Riklin-Brüdern persönlich zur Infoveranstaltung eingeladen. Ob die Riklins auf offene Ohren stossen, bleibt ungewiss. Erste Reaktionen lassen gemäss Mitteilung der Riklin-Brüder vermuten, dass eine Asphaltierung der Bignik-Module nicht ganz einfach werden wird. Einerseits wird befürchtet, dass Tücher unkontrolliert davon fliegen könnten. Andererseits melden sich besorgte Restaurantbesitzer, die einer «Flutung» im Dorf bis an die Hausmauer kritisch gegenüberstehen, da ihre Gäste während der Auslegung nicht mit dem Auto direkt vor die Gaststätte fahren können. Auch die Polizei hat ihre Bedenken. Am Mittwoch werde bei der ausserordentlichen Zusammenkunft versucht, über das laute Denken unorthodoxe Lösungen respektive Handlungen für die Probleme und Sorgen zu kreieren, so die Künstler. Insbesondere die Besitzer von Privatstrassen sind zur Komplizenschaft aufgerufen. Aber auch sonstige Interessierte sind zum Infoanlass eingeladen.

Verwinkelte Wege des Dorfes bieten sich an

Sollten die Wetteraussichten für die Auslegung im Kinderdorf Pestalozzi im Juni wiederum zu unsicher sein, wird das Bignik mitten im Dorfkern auf den Strassen und Wegen stattfinden und Trogen «fluten». Im Februar waren die Riklin-Brüder gemeinsam mit der Regio in Trogen zu Gast und haben mit Dorothea Altherr eine Dorfbegehung durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass sich die verwinkelten Wege des Dorfes für eine Auslegung der Tuchmodule eignen würde. Bereits 2018 wurde ein Mini-Bignik auf Asphalt durchgeführt, in der Berner Gemeinde Steffisburg. Es war die erste Klein-Auslegung auf Strassenbelag überhaupt. (pd)

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